Sich neu erfinden, um gewappnet zu sein

Die neue Strategie der Post 2017–2020 heisst: Transformation! Die kommenden Jahre sind reich an Herausforderungen und Chancen. Das gilt für den gesamten Konzern, weshalb die Bereiche ihre Strategien bereits angepasst haben. Susanne Ruoff engagiert sich stark für diese tiefgreifenden Veränderungen.

14.02.2017
Text: Annick Chevillot

«Im Januar ist die Post in die neue Strategieperiode gestartet. Die Strategie leitet sich ab von unserer Vision ‹Einfach mit System›. Sie bestimmt, wie wir dieser Vision bis 2020 näher kommen wollen. Wie Sie sicher selbst bei Ihrer Arbeit feststellen, ist der Weg der Post in die Zukunft mehr denn je geprägt von Veränderung und Wandel – von Transformation», sagt Konzernleiterin Susanne Ruoff. Sie will die neue Strategie einfach, verständlich und leicht anwendbar machen. An den Postorama-Treffen 2017 informiert sie über die zu erreichenden Ziele (siehe Interview in dieser Ausgabe) und gibt Antworten auf folgende Fragen: Was bedeutet die neue Strategie für Sie als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter? Was bedeutet sie für die Kunden? Was bedeuten sie für die Post? Welchen Mehrwert bringt die Strategie und welchen Nutzen?

Kein Papiertiger

Transformieren, Kreieren, Optimieren und Regulieren sind die vier strategischen Stossrichtungen, mit denen es dem Konzern und den Bereichen gelingen soll, die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Transformiert werden sollen vor allem die aktuelle Geschäftstätigkeit und Unternehmenskultur. Kreieren steht für die Schaffung neuer Tätigkeitsfelder. Dank Optimierungen, die das Kerngeschäft wirtschaftlich effizienter machen, werden Ressourcen frei für Innovationen in allen Konzernbereichen. Die Regulierung schliesslich soll der Weiterführung des proaktiven Austauschs mit dem Eigner, dem Gesetzgeber und den Aufsichtsbehörden dienen. Ziel muss es sein, günstige Rahmenbedingungen für das Unternehmen zu schaffen.

Der Kunde zuerst

Alle Massnahmen und Anstrengungen haben eine Priorität: den Kunden zufriedenzustellen. Dieser Kundenfokus soll nicht nur in den Massnahmen der Bereiche sichtbar werden, sondern auch in der Unternehmenskultur verankert sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Kundenerlebnis verstärkt und auf die aktuellen Bedürfnisse eingegangen werden, nach dem Motto: «Meine Post setzt alles in Bewegung, um mein Leben einfacher zu machen – wann, wo und wie es mir passt.»

Risiken eingehen

Eine so tiefgreifende interne Veränderung gelingt nicht ohne Paradigmenwechsel. Wir müssen etwas wagen! Wir müssen Risiken eingehen ohne Angst vor Fehlern. Kreation und Innovation erfordern Mut. Und den wird es brauchen, weil sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt hat, 780 Millionen Franken neuen Umsatz zu generieren.

Ein solches Ziel erfordert auch, dass wir unsere Organisation überdenken. Geplant ist, mit Synergien 280 Millionen Franken zu sparen. Das Postnetz wird sich weiter entwickeln, der Einkauf neu organisiert, die Prozesse in der ICT werden verbessert, und die Querschnittsfunktionen Finanzen, Personal und Kommunikation erhalten ein neues Führungsmodell.

Erste konkrete Schritte

Die neue Strategie wird ihre Wirkung in den nächsten Monaten voll entfalten, hat aber auch schon konkrete Resultate erbracht. So verfügt der Konzern über ein neues Organigramm. Darin findet sich eine neu geschaffene Organisation mit dem Namen Corporate Account, die gezielt die grössten Geschäftskunden der Post betreut. Der Bereich Entwicklung und Innovation wurde verstärkt. Die Zusammenarbeit zwischen PostMail und PostLogistics wird intensiviert.

Die Transformation steht erst am Anfang. Dazu beitragen können und müssen alle mit ihrer Flexibilität und Kreativität. Es geht darum, sich neu zu erfinden, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Die Strategie ist abgeleitet von unserer Vision «Einfach mit System – Die Post».

Mehr Informationen zur neuen Strategie gibts im Intranet:
hier
Das überarbeitete Organigramm:
hier