Post liefert solides Resultat und erhöht Investitionen

Das veränderte Kundenverhalten setzt das Kerngeschäft weiter unter Druck und hat für 2016 ein solides, aber tieferes Ergebnis zur Folge. Dieser Entwicklung begegnet die Post mit Transformation auf allen Ebenen: Sie investiert in ihre Kundenangebote und erneuert die Infrastruktur.

14.03.2017
Text: Sandra Gonseth; Fotos: Simon Opladen, Matthias Nutt
  • Kundin macht E-Finance

    Céline Debray, Onlinebuchhändlerin, Kundin von PostFinance

  • Kunde am My 24-Automaten

    Fabio Segat, Jurist, Kunde von PostLogistics

  • Fahrgast vor Postauto

    Ueli Nutt, Rentner, Kunde von PostAuto

«Die Post schaut auf ein spannendes, intensives und erfolgreiches Jahr zurück», eröffnete Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Post, die Bilanzmedienkonferenz am 9. März 2017. «Unsere Kundinnen und Kunden und ihre Lebensumstände verändern sich. Sie werden immer mobiler, flexibler und digitaler.» Dieses veränderte Kundenverhalten führt bei der Post zu einem Strukturwandel und setzt das herkömmliche, traditionelle postalische Kerngeschäft immer mehr unter Druck. «Eine Konsequenz daraus zeigt sich in unserer Gewinnentwicklung. Die Post hat 2016 trotz des sich schnell wandelnden Marktumfeldes ein solides, aber tieferes Ergebnis erzielt als im Vorjahr», erklärte die Konzernleiterin.

Gewinnentwicklung 2016

Konkret sank das Betriebsergebnis (EBIT) auf 704 Millionen Franken. Dies sind 119 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Konzerngewinn ging von 645 Millionen Franken auf 558 Millionen Franken zurück. Gründe für die tieferen Zahlen sind in erster Linie die rückläufigen Sendungsmengen bei Briefen, der Margendruck im Logistikgeschäft sowie das Tiefzinsumfeld im Finanzsektor (siehe Interview auf Seite 13). Weiterhin eine tragende Säule der Post blieb 2016 das Geschäft mit Briefen, Zeitungen und Werbesendungen. Doch auch dort wirkte sich die Substitution durch digitale Kanäle in zunehmendem Mass auf das Kerngeschäft von PostMail aus. Die Zahl der adressierten Briefe nahm im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent ab, im Vorjahr waren es minus 1,4 Prozent (siehe Resultate der einzelnen Märkte auf Seiten 12, 14 und 15).

Investitionen in Mitarbeitende, Infrastruktur und Dienstleistungen

«Wir haben im letzten Jahr nicht nur die Kosten einer qualitativ hochstehenden Grundversorgung eigenwirtschaftlich getragen, sondern auch Investitionen von 450 Millionen Franken getätigt», unterstrich Susanne Ruoff. Dabei wurde in die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden, der Infrastruktur und in neue Dienstleistungen investiert. «Wir haben heute das Heft in der Hand. Mit der neuen Strategie für die Jahre 2017 bis 2020 haben wir einen klaren Weg festgelegt, wie wir auf die gesellschaftliche Entwicklung und die Veränderung am Markt reagieren», erklärte sie. Die Transformation sei notwendig, damit die Post auch in Zukunft ein prosperierendes Unternehmen bleibe. Trotz grossem Druck nimmt die Post ihre Aufgabe als soziale und verantwortungsvolle Arbeitgeberin wahr. Susanne Ruoff betonte, dass in diesem Veränderungsprozess die Mitarbeitenden das wichtigste Kapital seien: «Ohne unsere über 60 000 Mitarbeitenden wären die Innovationen, die uns als Unternehmen in die Zukunft führen, nicht möglich.»

Wichtige Kennzahlen

Den Geschäftsbericht können Sie hier beziehen: www.post.ch/geschaeftsbericht