Nachhaltig leben und arbeiten

Verantwortung: ein grosses Wort. Nachhaltigkeit bei der Post, das ist der Mut, mit den knapp 60 000 Mitarbeitenden viele grosse und kleine Schritte zu gehen hin zum gemeinsamen Ziel, dass alle besser leben können.

29.01.2018
Text: Fredy Gasser
  • Ein graumerlierter, freundlicher Mann (53) in einem Postraum einer Poststelle.

    Urs Schaub (53), Briefträger, Ormalingen BL

  • Ein Postschalter, dahinter eine junge Frau mit langen dunklem Rossschwanz, die in die Kamera lächelt

    Andrina Jasharaj (21), Schalterangestellte, Neuenburg NE

  •  Ein Postautochauffeur in Uniform-Wetterjacke und Mütze vor einem Postauto

    Guido Francioli (52), Postautochauffeur, Interlaken BE

  • Ein 33-jähriger Mann vor einem gelben Paket-Lieferwagen in  einer Posthalle

    Mike Darnuzer (33), Paketzusteller, Hinwil ZH

Fotovoltaikanlagen und Windräder: Daran denken viele sofort beim Stichwort «Nachhaltigkeit». Bei der Post ist das nur eines von vielen Engagements. Mit ihrer Corporate-Responsibility-Strategie will die Post nämlich nicht nur umweltfreundliche Energie verwenden und sie haushälterisch einsetzen. Sondern Nachhaltigkeit durch Übernahme von unternehmerischer Verantwortung auch als persönliche Haltung fördern: Sich und seine Zeit für gemeinnützige und soziale Anliegen einsetzen wie bei der «Aktion Christkind» oder bei «2 × Weihnachten». Alte Postkleider und E-Roller-Batterien nicht wegwerfen, sondern weiterverwenden. Einkaufen und beschaffen, wo fair produziert wird.

Seit gut einem Jahr wird sie umgesetzt: die Corporate-Responsibility-Strategie der Post. Auch dieses Jahr sind wieder zahlreiche Aktionen geplant. Eine davon gibts seit Kurzem als kurzweiligen Film und hier auf diesen Seiten. Nachhaltig ist aber auch der ganz normale Postalltag mit vielen Ideen und Lösungen, die Sie, die Postmitarbeitenden, eingebracht haben. Das zeigen uns stellvertretend Andrina Jasharaj, Mike Darnuzer, Guido Francioli und Urs Schaub.

Urs Schaub (53), Briefbote, Ormalingen (BL)

«Mein erstes Töffli war ein Velo»

Seit 36 Jahren arbeitet Urs Schaub als Briefbote und war in dieser Zeit mit allen möglichen Fahrzeugen unterwegs: mit dem Fahrrad, mit Piaggio- und Liberty-Töffli – und aktuell mit dem Elektrodreirad DXP. «Zum Fahren ist es super», sagt Schaub, «und in der Handhabung viel praktischer als seine Vorgänger.» Ein Musterbeispiel für gelebte Nachhaltigkeit, findet Urs Schaub: Kein Tropfen Benzin werde gebraucht. «Aufgeladen wird es nachts und am Tag fährt es mit Ökostrom!» Auch ihm persönlich ist Nachhaltigkeit wichtig: «Ich lösche überall das Licht, wenn niemand im Raum ist, und stelle jeden Wasserhahn ab, der vor sich hin tropft.» Nachhaltig sei die Post ja eigentlich schon vor Jahrzehnten gewesen, lacht Urs Schaub: «Mein erstes Post-Töffli war ein Velo!»

Andrina Jasharaj (21), Schalterangestellte, Neuenburg (NE)

«Tolles Arbeitsklima»

Als Zürcherin fühlt sich Andrina Jasharaj in ihrem Sprachaufenthalt in Neuenburg wohl. «Ich erlebe hier ein tolles Arbeitsklima!» Sie arbeitet in der energetisch total sanierten Filiale Neuchâtel 2 Gare: «Die Wasserhähne verbrauchen nur 50 Prozent Wasser, wir trennen allen Abfall konsequent, und wir entsorgen elektronischen Müll unserer Postkunden», sagt sie. Dass die Post auf gelebte Nachhaltigkeit setzt, findet sie «konsequent und wichtig: Als grosse Firma kann die Post so auch vieles bewirken.» Zumal die junge Detailhandelsfachfrau Andrina Jasharaj auch eigene nachhaltige Ideen hat: «Gäben wir am Schalter Quittungen nur noch auf Verlangen ab, würden wir halb so viel Quittungspapier verbrauchen.» Gute Idee, oder?

Guido Francioli (52), PostAuto-Chauffeur, Interlaken (BE)

«Kein Ruckeln, keine Abgase»

12 Meter lang und rund 12,5 Tonnen schwer: Dieses Elektro-Postauto ist seit Kurzem das Arbeitsgerät von Guido Francioli im Berner Oberland. Von Interlaken West aus steuert er damit seine Kurse an, aufgefallen ist ihm dabei «viel mehr Kraft als beim Hybrid-Modell» mit kombiniertem Diesel-Elektro-Antrieb. Der Hauptunterschied: «Der Antrieb ohne Abgase – und es hat kein Getriebe, das ruckelt.» Dass die Post auf Nachhaltigkeit auch bei Postautos setzt, «das ist die Zukunft auf ganzer Linie», findet Francioli. «Aber ich würde nicht die ganze Fahrzeugflotte ersetzen, weil die Elektro-Autobusse am Berg noch Mühe haben. «Die Bremsen werden schnell heiss und der Akku ist schnell leer.»

Mike Darnuzer (33), Paketbote, Oetwil am See (ZH)

«Länger, höher, alles elektrisch»

Seinen umgebauten Nissan-Lieferwagen möchte Teamleiter und Paketbote Mike Darnuzer nicht mehr missen: «Er ist länger und höher, damit man drin stehen kann – und alles ist elektrisch.» Der Bus fahre sich so komfortabel wie ein PW, und für die Dauer einer 80-Kilometer-Tour reiche der Akku gerade aus. Für den Fall der Fälle könnte er ausserhalb des Postgeländes auch an einer öffentlichen Stromtankstelle tanken. Nachhaltigkeit sei die Zukunft, findet Mike Darnuzer: «Also wenn das mal wirklich so sein wird – alle Fahrzeuge elektrisch angetrieben – ist das natürlich genial.»