Menschen hinter Technologien

Trotz immensem technologischem Fortschritt geht uns Menschen die Arbeit nicht aus. Lesen Sie unseren Schwerpunkt dazu.

23.08.2016
Text: Simone Hubacher; Fotos: iStock

«Obwohl Maschinen immer intelligenter werden, sind sie in absehbarer Zukunft nicht fähig, die menschliche Analysefähigkeit und Kreativität zu ersetzen», sagt Prof. Roland Siegwart, Robotiker an der ETH Zürich (siehe Interview auf den Seiten 14/15). Gerade deshalb, weil er täglich mit Robotern zu tun hat, sind seine Worte für viele von uns beruhigend. Denn die Digitalisierung ist zwar eine Chance und bietet unglaublich viele neue Möglichkeiten, macht uns aber nach wie vor Angst – einige fürchten, wie schon unsere Vorfahren, den Job an eine Maschine zu verlieren. Doch schon im 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung zu mehr Arbeit und Wohlstand denn je zuvor. Neue Aufgaben und neue Berufsbilder lösten alte ab – dies ist auch heute im Zeitalter der Digitalisierung der Fall. Neue Dienstleistungen und Technologien ergänzen heute – gerade bei der Post – ältere und führen so zu mehr Möglichkeiten. «Die Digitalisierung ist eine Chance für die Post, zu beweisen, dass sie mit ihren Stärken aus dem physischen Kerngeschäft ihren Kunden auch digital das Leben vereinfachen kann», sagt Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post. Und weiter: «Wir bieten der Schweizer Bevölkerung eine neue, digitale Infrastruktur an.» Die Post arbeite daher an verschiedenen digitalen Lösungen und nutze neue Technologien für den Aufbau neuer Geschäftsfelder. «Dies nicht zuletzt auch, um den physischen Kanal weiter attraktiv zu halten, denn dieser wird von unseren Kunden noch lieber genutzt, wenn wir ihn mit den digitalen Möglichkeiten verbinden», so Claudia Pletscher. Konzernleiterin Susanne Ruoff meint: «Die Post hat sich seit ihrer Gründung immer an neue technische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen angepasst. Die heutige Welle der Digitalisierung und Automatisierung ist ein weiterer Schritt in dieser Entwicklung. Heute können viele Prozesse durch intelligente Maschinen vereinfacht werden. Das beunruhigt auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick sind und bleiben die Menschen bei der Post zentral: Sei es im Kontakt mit den Kunden, bei der Zustellung oder in der Entwicklung der Post der Zukunft. Wir brauchen keine Angst vor Veränderung zu haben. Im Gegenteil, wir wollen ihr aktiv begegnen und sie mitgestalten, damit wir auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen», sagt Konzernleiterin Susanne Ruoff.