Im Trend mit den Lehren der Post

Die Digitalisierung bei der Post schreitet voran. Auch das Lehrstellenangebot der Post widerspiegelt den gesellschaftlichen Wandel. Ein Überblick.

26.07.2016
Text: Annick Chevillot; Fotos: Francesca Palazzi
  • Charline Giebel

    Charline Giebel

  • Gian Luca Palmisano

    Gian Luca Palmisano

  • Jessica D'Auria

    Jessica D'Auria

  • Luca Dousse

    Luca Dousse

«Mit aktuell über 2100 Lernenden gehört die Post zu den grössten und beliebtesten Lehrbetrieben der Schweiz», erklärt Susanne Ruoff. «Dabei hat der Anteil Lernender an der ganzen Mitarbeiterschaft in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Er beträgt heute 5,8 Prozent. Wie die Post, haben sich in den letzten Jahren auch die Berufsbilder gewandelt. Wir bilden heuer zehnmal mehr Informatiker und Informatikerinnen aus als im Jahr 2000. Und auch in der Logistik bieten wir heute mehr Ausbildungsplätze an als vor 15 Jahren. Im Gegensatz dazu sind andere Berufe ganz verschwunden. So bildet die Post beispielsweise seit 2006 keine Automechaniker mehr aus. Gewisse Berufe verschwinden, neue werden geschaffen. Diese Entwicklung ist normal und widerspiegelt seit Jahrhunderten die Entwicklung in unserer Gesellschaft.»

Auch punkto Lehrstellen ist die Post ein Spiegel der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik repräsentieren die Personen in einer dualen beruflichen Grundbildung schweizweit 5 Prozent der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten). Und der digitale Wandel wirkt sich auf alle Berufsbereiche aus.

Seit dem vergangenen Jahr bietet die Post sogar ein «praxisintegriertes Informatik-Bachelorstudium an, da es an qualifizierten Arbeitskräften mangelt» unterstreicht Pierre Marville, Leiter Berufsbildung Post. «Das neue Ausbildungsangebot beschränkt sich jedoch nicht nur auf die digitalen Berufe. 2013 haben wir Ausbildungsplätze für Fachleute Kundendialog geschaffen, um den Bedürfnissen von PostFinance sowie Poststellen und Verkauf gerecht zu werden.»

Junge Menschen fördern

Die Digitalisierung dringt mittlerweile von der Logistik über die Büroberufe bis hin zum Verkauf in alle Berufszweige vor. Die Digital Natives beherrschen die Informatiktools, die Software und die mobilen Applikationen häufig besser als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen. Somit lassen sie auch ihr intuitives Wissen ins Unternehmen einfliessen. Die junge Generation, die zur Post stösst, bringt einen interessanten Wissensrucksack mit, den sie während ihrer Ausbildung erweitern kann (lesen Sie dazu die Interview; Links siehe rechts neben diesem Text).

Damit die jungen Leute nach dem Lehrabschluss der Post erhalten bleiben, schafft die Post mit neuen Managementmethoden Anreize, um ihnen mehr Verantwortung zu übertragen, und fördert sie mit Spezialprogrammen, etwa mit Poststellen, die ausschliesslich von Lernenden geführt werden. Im neuen ICT-Campus in Bern und bei IT Post in Zollikofen haben Lernende die Chance, in PowerTeams bei anspruchsvollen Projekten mitzuwirken (siehe Juni-Ausgabe). Vor allem aber tragen sie Verantwortung und gelten als vollwertige Arbeitskräfte. Der Beweis für den Erfolg? Den liefern die zahlreichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger, die der Post als ausgebildete Berufsleute die Treue halten.

www.post.ch/lehrstellen
www.berufsberatung.ch