Voller Zuversicht ins neue Postjahr

Nach dem schwierigen Jahr 2018 hellt sich der Horizont für die Post auf. Für frischen Wind sorgen nicht zuletzt die Neuen an der Spitze.

11.12.2018
Text: Fredy Gasser; Fotos: Adrian Moser
  • Sonnenaufgang über dem Gurnigel: Schöne Aussichten für die Post nach einem schwierigen Jahr.

  • Sonnenaufgang über dem Gurnigel: Schöne Aussichten für die Post nach einem schwierigen Jahr.

Sinnbildlich für die ganze Post fährt Zusteller Ranjithkumar Sambasivam auf dem Gurnigel der Sonne entgegen. Nach dem schwierigen Jahr 2018 wartet ein wichtiges Jahr 2019 auf die rund 60 000 Mitarbeitenden. Nicht zuletzt startet die Post mit einer erneuerten Chefetage ins neue Jahr: Seit ein paar Tagen ist im für die Post zuständigen Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard geregelt (die Wahl erfolgte nach Redaktionsschluss). Gewählt ist auch der neue Post-Konzernleiter Roberto Cirillo. Und bereits seit November ist der neue PostAuto-Chef Christian Plüss im Amt.

«Schwierig für alle»

Die Zeichen bei der Post stehen auf Neubeginn nach den belastenden letzten Monaten. «Ich denke, dass 2018 die grösste Herausforderung für die Post der PostAuto-Skandal war», sagt zum Beispiel Paketbote Lucas Niedermann in diesem Heft. Ob bei der Arbeit oder im privaten Umfeld: Viele Mitarbeitende mussten sich manchen Vorwurf anhören, der nichts mit ihnen und ihrem Verhalten zu tun hatte. Sie, die tagaus, tagein mit ungebrochenem Engagement ihre Leistungen erbringen. Ein Umstand, den Konzernleiter Ulrich Hurni im Rückblick auf die Zeit der PostAuto-Affäre würdigt: Es sei eine schwierige Zeit für alle gewesen, sagt er im Interview auf der nächsten Seite. «Was mich dabei einmal mehr und bis heute beeindruckt, sind das enorme Engagement und die Unterstützung aller Mitarbeitenden.»

«Alle gemeinsam»

Nicht nur die Mitarbeitenden, auch ihre Kundinnen und Kunden nehmen die Post mit besonderer Aufmerksamkeit wahr – und mit einem besonderen Vertrauensverhältnis. Konzernleiter Ulrich Hurni fasste kürzlich an der Kaderkonferenz zusammen: «Die Schweizerinnen und Schweizer konnten sich immer auf die Post verlassen. Umso schwerwiegender und verwerflicher war das, was bei PostAuto vorgefallen ist.» Jetzt blicke die Post mit neuer Führung nach vorn. Er sei sicher, dass es der Post gelingen werde, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen: «Tutti insieme – gemeinsam verändern wir die Post.»