Do you speak English?

Englisch ist heute ein wichtiger Bestandteil des Berufslebens. In Canterbury können Schülerinnen und Schüler aus aller Welt die Sprache ohne Lehrbuch lernen. Darunter auch die Mitarbeitenden der Post.

19.01.2016
Text: Claudia Iraoui; Fotos: Gerry Penny / Keystone, Valery Egorov / Shutterstock.com, London School of English
  • Philipp Rebsamen, Verantwortlicher Document Input Delivery Schweiz, in Canterbury.

    Philipp Rebsamen, Verantwortlicher Document Input Delivery Schweiz, in Canterbury.

  • Canterbury hat mit seinen engen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und den Fachwerkhäusern über die Jahre nichts von seiner mittelalterlichen Atmosphäre eingebüsst.

    Canterbury hat mit seinen engen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und den Fachwerkhäusern über die Jahre nichts von seiner mittelalterlichen Atmosphäre eingebüsst.

  • Die Stadt ist Sitz der bedeutendsten anglikanischen Kirche der Welt.

    Die Stadt ist Sitz der bedeutendsten anglikanischen Kirche der Welt (im Bild).

  • Hier kommen 40-jährige Berufstätige aus der ganzen Welt zum Sprachuntericht.

    Sie kommen aus der ganzen Welt und sind hochmotiviert: 40-jährige Berufstätige beim Englischunterricht.

  • Lernen für die Praxis, so das Motto der London School of English in Canterbury.

    Lernen für die Praxis, so das Motto der London School of English in Canterbury.

In der gemütlichen Empfangshalle der London School of English in Canterbury hat es stets heissen Tee und Kaffee. Wenn sich die Kursteilnehmer zwischen zwei Unterrichtsstunden zum Plaudern und Verschnaufen treffen, erwacht der Raum zum Leben. Die Kursteilnehmer sind hier nicht die üblichen 20-Jährigen, die sich in England amüsieren wollen und sich nebenbei die Sprache von Shakespeare aneignen. Vielmehr trifft man hier 40-jährige Berufstätige aus der ganzen Welt, die hochmotiviert und aus beruflichen Gründen Englisch lernen. Die London School of English in Canterbury befindet sich mitten im historischen Zentrum. Die vom Stour durchflossene Stadt ist Sitz der bedeutendsten anglikanischen Kirche der Welt und hat mit ihren engen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und den Fachwerkhäusern über die Jahre nichts von ihrer mittelalterlichen Atmosphäre eingebüsst. Dank ihrer Grösse ist sie eine angenehm ruhige Alternative zur hektischen Hauptstadt London, und die historischen Pubs sind der ideale Ort, um nach einem langen Schultag wieder den Kopf freizubekommen.

Praxisnaher Unterricht

Der Unterricht ist anspruchsvoll und auf die Bedürfnisse der Kursteilnehmer abgestimmt. «Aus diesem Grund verwenden wir keine Lehrbücher. Alles, was man bei uns lernt, ist für die Praxis gedacht. Wir wollen unseren Kursteilnehmern die Möglichkeit geben, reale Situationen erfolgreich zu meistern», erläutert John Miles, Direktor der London School of English in Canterbury, die jedes Jahr etwa sechzig Schülerinnen und Schüler aus der Schweiz aufnimmt. «Für uns geht es nicht so sehr darum, Englisch zu unterrichten, sondern den Schülern beizubringen, wie sie die englische Sprache für eine effiziente Kommunikation anwenden können.» Genau das hat Philipp Rebsamen, Verantwortlicher Document Input Delivery Schweiz, dazu bewogen, den Ärmelkanal zu überqueren. «Nach einigen internen Veränderungen bei SPS habe ich plötzlich mit Kollegen aus aller Welt zu tun. Die Conference Calls sind alle auf Englisch. Verstehen konnte ich alles, aber ich hatte Schwierigkeiten damit, meine Sichtweise darzulegen», erinnert er sich.

Full Immersion

Fast am Ende des einmonatigen Intensivkurses angelangt, spricht er in einer Lektion ungezwungen über die Umsatzentwicklung in einem hypothetischen Unternehmen. «Ich fühle mich sicherer, weil ich die Terminologie kenne und am Telefon oder bei Besprechungen keine Schwierigkeiten mehr habe, meinen Standpunkt deutlich zu machen», freut sich Philipp. Carine Bommeli, persönliche Mitarbeiterin der Konzernleiterin Susanne Ruoff, wollte dagegen ihr Englisch auffrischen. «Es ging mir mehr ums Schreiben als ums Sprechen. Für mich war wichtig, in der Unterscheidung zwischen Umgangssprache und Geschäftssprache mehr Sicherheit zu erhalten.» Carine Bommeli hat im vergangenen Juli zwei Wochen in der Hauptstadt der Grafschaft Kent verbracht. Jede Woche hatte sie 20 Stunden Unterricht. «Das Motto ist Full Immersion. Nach dem Unterricht waren in der Gastfamilie meist Gespräche, Abendessen und Hausaufgaben angesagt. Wenn man eine Sprache von morgens bis abends hört, bekommt man am meisten mit!» Das bestätigt auch Sonja Strangis, Mitarbeiterin in der Aus- und Weiterbildung der Post: «Ein Sprachkurs im Ausland ist ideal, um rascher das gewünschte Sprachniveau zu erlangen. Bereits nach drei Wochen im Ausland kann man fast die gleichen Ergebnisse erzielen wie nach einem Jahr Unterricht in der Schweiz.»

www.businessclass.ch/LSE

Boa Lingua

Seit 1989 bietet und organisiert Boa Lingua Sprachreisen auf der ganzen Welt. Das Unternehmen arbeitet mit über 300 erstklassigen und renommierten Partnerschulen in über 30 Ländern zusammen, darunter auch die London School of English. Der Geschäftsbereich Boa Lingua Business Class bietet kurze, intensive Sprachtrainings für Berufsleute an. Seit über zehn Jahren ist Boa Lingua Partner der Post für Sprachreisen und legt dabei das Augenmerk auf die individuellen Kundenbedürfnisse. Bei Postmitarbeitenden ist Englisch ist besonders beliebt (60 Prozent aller Sprachaufenthalte). Platz zwei nimmt Französisch ein (20 Prozent), gefolgt von Spanisch und Italienisch. Mitarbeitende der Post erhalten 5 Prozent Rabatt auf alle Kurse.

www.boalingua.ch