Alles unter einem Dach

18 Schalter, PostShop, Philatelie, Geschäftskundenschalter, Postfachanlage, My Post 24-Automat, PostFinance und Postomaten – die Post im neuen PostParc verdient das Prädikat «grösste Poststelle der Schweiz». Ein Augenschein vor Ort.

15.03.2016
Text: Lea Freiburghaus; Fotos: Béatrice Devènes
  • Ab Mittag ist die Mehrzahl der 18 Schalter besetzt.

    Ab Mittag ist die Mehrzahl der 18 Schalter besetzt.

  • Werktags sind die Schalter von 7.30 bis 21 Uhr bedient.

    Werktags sind die Schalter von 7.30 bis 21 Uhr bedient.

  • Auch der PostShop und die Philatelie-Theke fehlen nicht!

    Auch der PostShop und die Philatelie-Theke fehlen nicht!

  • Leiter Daniele Evangelisti.

    Leiter Daniele Evangelisti.

  • Endlich in den eigenen Räumlichkeiten: der Empfang der neuen PostFinance-Filiale im PostParc.

    Endlich in den eigenen Räumlichkeiten: der Empfang der neuen PostFinance-Filiale im PostParc.

  • Rund 500 Quadratmeter und 18 Schalter: Das ist die neue Poststelle im PostParc.

    Rund 500 Quadratmeter und 18 Schalter: Das ist die neue Poststelle im PostParc.

  • Damit das Warten angenehmer wird...

    Damit das Warten angenehmer wird...

  • Ein Behindertenschaltern und 4 Geschäfskundenschalter gehören mit zu den 18 Schaltern.

    Ein Behindertenschaltern und 4 Geschäfskundenschalter gehören mit zu den 18 Schaltern.

  • Die Infrastruktur ist neu, die Waren stammen noch aus den Poststellen Bern 1 und 7.

    Die Infrastruktur ist neu, die Waren stammen noch aus den Poststellen Bern 1 und 7.

  • Privatkunden holen ihre Briefe und Pakete ab.

    Privatkunden holen ihre Briefe und Pakete ab.

  • Bis 10.00 Uhr ist der Fachschalter jeweils geöffnet.

    Bis 10.00 Uhr ist der Fachschalter jeweils geöffnet.

  • Total zählt die neue Postfachanlage 1445 Fächer.

    Total zählt die neue Postfachanlage 1445 Fächer.

  • In der Postfachanlage: Hans-Peter Mathys und Teamleader Hans Baumann.

    In der Postfachanlage: Hans-Peter Mathys und Teamleader Hans Baumann.

  • Noch brauchen die Mitarbeitenden von PM für die Sortierung länger als gewünscht.

    Noch brauchen die Mitarbeitenden von PM für die Sortierung länger als gewünscht.

  • Gutes Einvernehmen ist wichtig: PM und PV teilen sich den Geschäftskundenschalter.

    Gutes Einvernehmen ist wichtig: PM und PV teilen sich den Geschäftskundenschalter.

  • Leitungsteam der Poststelle im PostParc: Martin Messerli, Daniele Evangelisti und Anna Mägert.

    Leitungsteam der Poststelle im PostParc: Martin Messerli, Daniele Evangelisti und Anna Mägert.

  • Kundenzonenleiter Adrian Merz.

    Kundenzonenleiter Adrian Merz.

  • Im ersten Obergeschoss der PF-Filiale befinden sich die Beratungsräume.

    Im ersten Obergeschoss der PF-Filiale befinden sich die Beratungsräume.

  • My Post 24-Automat: Mit 150 Fächern gehört er zu den grössten in der Schweiz.

    My Post 24-Automat: Mit 150 Fächern gehört er zu den grössten in der Schweiz.

  • Nach nur fünf Jahren Bauzeit steht der neue PostParc.

    Nach nur fünf Jahren Bauzeit steht der neue PostParc.

  • Ideal gelegen und rasch ereichbar - nicht nur für Pendler, sondern auch für Berner.

    Ideal gelegen und rasch ereichbar - nicht nur für Pendler, sondern auch für Berner.

  • Das Kurzzeitparking für Postkunden liegt grad unmittelbar beim Eingang.

    Das Kurzzeitparking für Postkunden liegt grad unmittelbar beim Eingang.

  • Nebst der Post sind Coop, McDonald's, die Ramenbar Namamen und viele weitere bereits eingezogen.

    Nebst der Post sind Coop, McDonalds, die Ramenbar Namamen und viele weitere bereits eingezogen.

Es riecht neu, und genauso sieht es aus. Einige Kunden warten, bis ihre Nummer blinkt. «Seit der Eröffnung am 22. Februar zählen wir über 3000 Kundinnen und Kunden täglich», meint Daniele Evangelisti, Leiter der Poststelle im PostParc stolz. Er ist zufrieden mit der Kundenfrequenz der ersten Tage und zuversichtlich, dass es täglich mehr werden.

Für Berner und Pendler

Rund 300 000 Pendler passieren täglich den Bahnhof Bern. Für sie, aber auch für Bernerinnen und Berner ist die Poststelle an der Bogenschützenstrasse 9B ideal gelegen. Sie vereint das Provisorium an der Effingerstrasse und die Poststelle Bärenplatz. Kunden wie Mitarbeitende müssten sich an die neue Situation gewöhnen, meint Daniele Evangelisti. «Während sich die 30 Mitarbeitenden des Provisoriums auf die Rückkehr an den alten Standort gefreut haben, gab es bei jenen des Bärenplatzes Vorbehalte.» Dies sei vor allem auf die ausgedehnten Öffnungszeiten bis 21 Uhr an Werktagen und die Arbeitseinsätze an Sonntagen zurückzuführen. «Um unsere Mitarbeitenden an Bord zu holen, haben wir Prozesse und Arbeitspläne im Vorfeld gemeinsam erarbeitet», erzählt Daniele Evangelisti. Damit sich die Teams besser kennenlernen konnten, fand seit Februar 2015 ein reger Austausch statt, und die letzten drei Semestermeetings bestritten die 80 PV-Mitarbeitenden zusammen.

Hinter den Kulissen

Die Massnahmen zeigen Wirkung, und die Teams arbeiten bei teils langen Arbeitstagen und mit vollem Einsatz hinter den Schaltern Hand in Hand. Es stehen Kisten herum, die ausgepackt werden müssen, und Rollboxen mit Waren, die in den Regalen keinen Platz mehr gefunden haben. Der Umzug (siehe letzte Ausgabe der Personalzeitung) ist noch präsent und wirkt nach: «In der Woche vor der Eröffnung bin ich nachts zwei, drei Mal erwacht und habe mir Checklisten geschrieben mit Dingen, die noch erledigt werden müssen», sagt Daniele Evangelisti und schmunzelt. «Ja, wir haben sehr gelbes Blut», kommentiert Anna Mägert, Leiterin Betrieb, das Engagement aller Beteiligten, und Leiter Betrieb Martin Messerli nickt zustimmend.

An Routine gewinnen

Auch ein Stockwerk tiefer ist der Umzug noch zu spüren. In der Fachanlage ist das grosse Kundenaufkommen zwischen 6 und 9 Uhr, jetzt um 10 Uhr herrscht gespenstische Ruhe. Doch hinter den 1446 Postfächern herrscht seit 3 Uhr reges Treiben. Bis 7.30 Uhr müssen die 20 PostMail-Mitarbeitenden alle A-Post-Briefe eingefächert haben, danach wird die B-Post verarbeitet. «Weil noch alles neu ist und wir deshalb für alles länger brauchen, bekommen wir momentan Support durch unsere Kollegen aus der Zustellung der Briefzustellregion Bern», erklärt Hans Baumann, Teamleader. Über ein Jahr lang hat er sich mit Hans Peter Mathys und dem Umsetzungsteam auf die Zusammenlegung der beiden Postfachanlagen von Bern 1 und 7 vorbereitet. Alte Strukturen wurden systematisch aufgebrochen und neue Prozesse definiert: So werden beispielsweise nicht abgeholte Pakete in den My Post 24-Automaten beim Eingang zur Poststelle verschoben, wo Postfachkunden sie später selbstständig abholen können. «Bis Routine einkehrt, wird es noch eine Weile dauern», meint Hans Baumann.

Endlich angekommen

«Ig bi der Ädu», stellt sich der Kundenzonenleiter der neuen PostFinance-Filiale vor. Obwohl im gleichen Haus, scheint bei PostFinance vieles leichter zu gehen. «Wir haben uns alle sehr auf den Umzug von der Belpstrasse in unsere eigene Filiale gefreut», erklärt Adrian Merz. «Viele von uns haben die letzten Monate in einem Provisorium gearbeitet, jetzt kehrt endlich Ruhe ein.» Klar waren der Umzug und die Zeit davor, in der die Abläufe neu definiert werden mussten, für den Filialleiter Juan Gutiérrez und sein 16-köpfiges Team anstrengend, aber das scheint schon vergessen. Und das Allerwichtigste: Der Output stimmt. «Obwohl wir es nicht schwarz auf weiss haben, sind wir mit dem Kundenaufkommen zufrieden», so Adrian Merz. Ankommen, ausprobieren und korrigieren: Das ist für die kommenden Monate nicht nur das Motto von Adrian Merz, sondern auch jenes von Postellenleiter Daniele Evangelisti und Teamleader Hans Baumann.