Jetzt tüftelt er für den ÖV

Als erster Ingenieur absolviert Thomas Wahlen aus Ittigen das konzernweite Trainee-Programm der Post. Beim mobility lab kann er seinen Tüftlergeist ausleben.

Ausgabe 2/2018
Text: Lukas Krienbühl; Fotos: Michael Meier
  • Thomas Wahlen

    Thomas Wahlen testet bei Interlaken Bewegungssensoren, die das Empfinden in der virtuellen Welt und die Bewegungen des Fahrzeugs in Einklang bringen sollen.

  • Thomas Wahlen testet bei Interlaken Bewegungssensoren, die das Empfinden in der virtuellen Welt und die Bewegungen des Fahrzeugs in Einklang bringen sollen.

  • Thomas Wahlen testet bei Interlaken Bewegungssensoren, die das Empfinden in der virtuellen Welt und die Bewegungen des Fahrzeugs in Einklang bringen sollen.

Wovon träumen Studierende während der Ausbildung zum Maschinenbauingenieur? Die einen möchten in der Automobilbranche, die anderen in der Hightechindustrie arbeiten. In Zeiten von Ingenieurmangel steht die Post selten oben auf der beruflichen Wunschliste. Dennoch gibt es ihn jetzt, den ersten Ingenieur-Trainee.

Facebook statt gelbes Blut

Thomas Wahlen hat einen Bachelorabschluss in Maschinenbau der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Seit November 2017 absolviert er das 18-monatige Trainee-Programm der Post. «In meiner Familie fliesst kein gelbes Blut», sagt ThomasWahlen, der in Ittigen (BE) wohnt. Vielmehr hat ein Beitrag auf Facebook die Neugier des 26-Jährigen für das Nachwuchsprogramm geweckt. «Students meet Post» stand da. Diese Gelegenheit hat er gepackt. Zur Infoveranstaltung im Espace Post hat er gleich zwei Studienfreunde mitgenommen. Alle drei haben dort Aufbruchstimmung verspürt und sich für das Nachwuchsprogramm beworben. Thomas Wahlen hat die Stelle schliesslich bekommen und angenommen. Denn für ihn ist klar, dass er nicht den ganzen Tag am Computer Berechnungen für neue Turbinen anstellen will.

Im von PostAuto koordinierten mobility lab kann Thomas Wahlen neue Technologien wie virtuelle Realität (VR) im öffentlichen Verkehr testen. Dank seinem Wissen aus dem Studium kann er einschätzen, welche Sensoren und Komponenten mit den VR-Brillen zusammen funktionieren können. Dies stellt sich bereits in den ersten Wochen als grosser Vorteil heraus. Denn er erprobt, wie der Fahrgast dereinst mit einer VR-Brille im Postauto sitzt und sein Magen dennoch nicht rebelliert. Als erster Ingenieur im konzernweiten Trainee-Programm kann er keinen ausgetrampelten Pfaden folgen. Das Motto «einfach ausprobieren» spornt ihn an.

Technologien ausprobieren

Seit seiner Kindheit hat Thomas Wahlen Freude am Tüfteln. Er setzte Modellbote zusammen und baute den Motor gleich selbst. Auch bei der Post will er Neues ausprobieren. Deshalb hat er sofort zugesagt, als das mobility lab ihm einen Platz angeboten hat. Während seines ersten neunmonatigen Einsatzes wolle er entdecken, wie die Post Innovation im Mobilitätssektor vorantreibe, erklärt Thomas Wahlen. Man sieht ihm die Freude an.

Trainee-Programm: Link Trainee-Programm

www.mobilitylab.ch