Gesundheit liegt ihr am Herzen

Astrid Meier ist Gesundheitsbotschafterin der ersten Stunde im Filialgebiet Willisau. Mit Buch- und Ausflugtipps sowie gesunden Rezepten vermittelt sie ihren Kollegen, was ihr selbst wichtig ist.

19.03.2019
Text: Simone Hubacher; Fotos: Daniel Desborough
  • Astrid Meier

    Astrid Meier: sportlich entlang des Sempachersees

  • Astrid Meier

    Astrid Meier

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    Astrid Meier

  • Sie liebt das Wasser nicht, treibt entlang des Sees aber gerne Sport.

    Sie liebt das Wasser nicht, treibt entlang des Sees aber gerne Sport.

Schnellen Schrittes und mit Tasche, Rucksack und Sportequipment beladen, betritt Astrid Meier an diesem sonnigen Morgen Ende Februar die Filiale Sempach. Wanderstöcke, Rucksack, Velohelm, Sportschuhe und -handschuhe – all dies hat sie heute fürs Fotoshooting mitgenommen. Als Gesundheitsbotschafterin im Filialgebiet Willisau ist es der Kundenberaterin ein besonderes Anliegen, ihre Arbeitskollegen für eine bessere Work-Life-Balance, Ernährung und Bewegung zu sensibilisieren. Weil ihr Gesundheit wichtig ist, habe sie nicht lange überlegt, als PostNetz im Jahr 2017 für ein Pilotprojekt sogenannte Gesundheitsbotschafter (GeBo) an der Basis suchte. Mit dem Start der neuen Organisation (siehe Kasten) blickt sie zurück auf ihre ersten beiden Jahre in dieser Funktion. «Mir ist es wichtig, gesund zu leben, um vital zu bleiben. In unserem Filialgebiet gibt es übrigens fast nur sportliche Mitarbeitende – die meisten sind aktiv, fahren Ski, wandern, essen einen Apfel zum Znüni …»

Wanderung, Rezepte und Sehtest

Begonnen habe sie ihr Engagement mit einem Tipp für einen Wochenendausflug – eine Blütenwanderung in der Region. Ein anderes Mal war es eine Buchempfehlung («Acht Stunden mehr Glück»), noch mehr Aufmerksamkeit erzielte sie mit einer Rezeptreihe: Poulet-Wraps mit Zucchetti und Quinoa-Salat mit Tomaten und Basilikum standen auf dem Speiseplan. Eine Arbeitskollegin hatte sich die Mühe genommen, die Rezepte vorgängig zu kochen und zu fotografieren.

Anfang Winter konnte Astrid Meier den Mitarbeitenden aus dem Filialgebiet Willisau dank ihrer persönlichen Initiative und wertvollen Kontakten einen Leucht-Clip für bessere Sichtbarkeit in der Dämmerung zukommen lassen. Und sie handelte mit einem Optikergeschäft aus, dass sich Interessierte gratis einem Sehtest unterziehen konnten. «Gibts einmal ein Feedback von Kolleginnen und Kollegen, freut mich das sehr. Erwarten darf man aber nichts. Das ist ganz wichtig, denn die Gesundheitsinitiative soll ohne Druck über die Bühne gehen», sagt sie.

Das Gleichgewicht trainieren

Was sie weitergibt, lebt sie auch vor: «Abends nach der Arbeit machen mein Mann und ich oft zügige Spaziergänge. An den Wochenenden trifft man uns in den Bergen. Mich oft mit Stöcken, da ich keinen ausgeprägten Gleichgewichtssinn habe», sagt Astrid Meier, die nächstes Jahr das 20-Jahr-Jubiläum bei der Post feiert. Sie wäre aber nicht Gesundheitsbotschafterin, wenn sie nicht auch dafür ein Rezept hätte: «Das Gleichgewicht kann man trainieren: Meine Zähne putze ich stets auf einem Bein!»

Fachorganisation Gesundheit

Die Fachorganisation Gesundheit (FOG) wird im ersten Quartal dieses Jahres bei ganz PN3 eingeführt, Mitarbeitende wie Vorgesetzte werden in die FOG eingebunden. Ein Experte Gesundheit pro Region stellt sicher, dass Gesundheit auch in der Leitung verankert ist und unterstützt die Gesundheitsbotschafter, die alle aus den Teams selbst stammen und somit den direktesten Draht zu den Mitarbeitenden haben. «Mit der neuen Organisation stärkt PostNetz das Unternehmertum. Unternehmerisch denken heisst auch, in Mitarbeitende und in deren Gesundheit zu investieren», sagt Anouk Racz vom Gesundheitsmanagement. Was in welchen Regionen zu welchem Zeitpunkt genau geplant ist und wo Aktionen schon angelaufen sind, ist auf PostConnect, Fachorganisation Gesundheit zu finden.