«Mir gefällt es bei der Post»

Jean-Daniel Berney ist 56 und schon 40 Jahre bei der Post. Der auf Infosysteme spezialisierte Sachbearbeiter hat immer in Lausanne gearbeitet.

26.07.2016
Interview: Annick Chevillot; Fotos: François Wavre
Jean-Daniel Berney

Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus?

Mein Arbeitstag beginnt meistens um 6.30 Uhr. Ich betreue die Informatikapplikationen für die BZR Lausanne, beantworte telefonische Anfragen des Schalterpersonals, wenn Probleme bei Adressänderungen unserer Kunden auftreten, zudem unterstütze ich die Postboten bei Schwierigkeiten mit der Informatik und bei der Verwaltung von Postfächern in der Region Lausanne. All diese Arbeiten erledigen wir in einem Dreierteam.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Arbeitstag?

Ja, das war am 30. August 1976; ein Einführungskurs an der Avenue d‘Ouchy 4 in Lausanne.

Wie viele verschiedene Funktionen haben Sie während Ihrer Laufbahn bei der Post ausgeübt?

Begonnen habe ich als Briefträger. Nach der Lehre arbeitete ich 20 Jahre lang als Zusteller in verschiedenen Quartieren in Lausanne. Danach bildete ich mich zum Betriebsbeamten weiter. Es folgten zehn Jahre Bürotätigkeit mit unregelmässigen Arbeitszeiten. Daraufhin bot sich mir die Gelegenheit, zum Infosystem zu wechseln, wo ich nun seit zehn Jahren arbeite.

Welches ist die prägendste Erinnerung Ihres Berufslebens?

Da gibt es einige! Aber besonders gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, als ich als Postbote in einem Stadtquartier in der Nähe des Genfersees arbeitete. Damals wurde ich auf meiner Tour jeweils von meiner Hündin Puschka begleitet, das war toll.

Hatten Sie nie Lust, den Arbeitgeber zu wechseln?

Nein, mir gefällt es sehr gut bei der Post.

Wie sehen Sie die Post heute?

Sie geht von Restrukturierung zu Restrukturierung und verändert sich laufend. Aber trotz meiner 40 Dienstjahre mag ich meine Arbeit und den ständigen Wandel nach wie vor sehr.