«Ich war für Ambrì-Piotta im Einsatz»

Giuseppe Dassié ist noch mit 69 Jahren Postauto gefahren. Am 9. Februar feiert er seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner grossen Familie.

19.01.2016
Interview: Claudia Iraoui; Fotos: François Wavre
  • Giuseppe Dassié

    Noch heute arbeitet Giuseppe Dassié gerne als Mechaniker in der Werkstatt.

  • Giuseppe Dassié

    Der pensionierte PostAuto-Fahrer hatte auch schon Bundesräte an Bord.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Arbeitstag als PostAuto-Fahrer?

Ja, das war im März 1979. Zuvor hatte ich als Lastwagenfahrer gearbeitet. Die PostAuto-Unternehmerin hatte mich angefragt, weil ich sowohl Fahrer als auch Mechaniker war, das war meine erste Ausbildung. Und noch heute arbeite ich gerne als Mechaniker in der Werkstatt. Die Jahre, in denen ich für die Familie Barenco in Faido arbeitete, waren wunderbar. Die Familie ist seit mehreren Generationen PostAuto-Unternehmerin.

Was hat Ihnen an Ihrer Arbeit besonders gefallen?

Der Kontakt zu den Leuten: Ich war für zahlreiche Schulreisen, Hochzeitsgesellschaften und Hockeyteams im Einsatz und hatte auch die Ehre, die Bundesräte Ogi und Couchepin sowie die Spieler meiner Lieblingsmannschaft Ambrì-Piotta zu fahren.

Welches Erlebnis werden Sie nie vergessen?

Im Jahr 1980 chauffierte ich im Postauto die ersten freudigen Besucher und Touristen zur Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels. Das war sehr emotional!

Was halten Sie heute von PostAuto?

Die Fahrzeuge sind besser ausgerüstet. Als ich anfing, arbeiteten wir noch mit Saurer- und Berna-Bussen. Die musste man ganz anders fahren. Ich werde ganz wehmütig, wenn ich daran denke ...

Welches war Ihre Lieblingsstrecke?

Da gab es zwei: Faido–Carì und Faido–Osco. Ich wohne im Tal, und da scheint im Winter selten die Sonne. Diese Strecken mit ihren zahlreichen Kurven liegen aber immer in der Sonne, auch im Winter.

Wie feiern Sie Ihren 80. Geburtstag?

Wir machen ein grosses Fest mit meinen sechs Kindern und zwölf Enkeln und unternehmen vielleicht eine kurze Fahrt von Airolo nach Bellinzona, natürlich im Postauto!