«Ich vermisse die Post schon jetzt»

Marlies Zimmermann war 17 Jahre als Reinigungsfachfrau in der Poststelle Arbon tätig. Seit Kurzem ist sie im Ruhestand.

16.02.2016
Text: Sandra Gonseth; Fotos: François Wavre
  • Marlies Zimmermann mit Luna

    Marlies Zimmermann mit Katze Luna.

  • Marlies Zimmermann mit Katze

    Neben Puzzles sind Maine-Coon-Katzen (amerikanische Waldkatzen) Marlies Zimmermanns grosse Leidenschaft.

  • Marlies Zimmermann mit Katze

    Obwohl sie jetzt mehr Zeit für ihre Katzen hat, vermisst die frisch pensionierte Mitarbeiterin die Post schon jetzt.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag?

Ja (schmunzelt)! Ich wurde zwar als Reinigungskraft von meiner Vorgängerin sehr gut eingearbeitet, doch es hatte sich über Jahre so einiges an Material wie leere Verpackungen und Karton angesammelt. So musste ich zuerst eine grosse Entsorgungsaktion starten.

Wie kamen Sie zur Post?

Nachdem ich meinen Mann verloren hatte, nahm ich mir eine Auszeit. Ich war dann froh, dass ich über eine Bekannte bei der Post wieder ins berufliche Leben einsteigen konnte.

Sie sind seit Kurzem pensioniert. Was haben Sie an Ihrem Beruf am meisten geschätzt?

Das gute Arbeitsumfeld mit hilfsbereiten Kollegen und einem netten Chef. Zudem hat es mir immer gefallen, dass ich während meiner Arbeitszeit von 7 bis 11 Uhr morgens auch Kontakt mit den Kunden in der Poststelle Arbon hatte. Ach, ich vermisse die Post schon jetzt!

Wird es Ihnen jetzt langweilig?

Nein, ich betreue meine vier Enkelkinder und schaue nach meinen Katzen - auf dem Bild Luna, meine zehnjährige Maine Coon (amerikanische Waldkatze). Aussderdem puzzle ich für mein Leben gern. Wie viele Puzzles ich schon gemacht habe, weiss ich gar nicht mehr. Im Moment habe ich acht fertige Werke. Diese lagere ich unter meinem Bett. Anschliessend werden sie hinter Glas geklebt und verschenkt. Nur kitschige Sujets kommen mir nicht ins Haus.