«Ich habe mich nie woanders gesehen»

Christine Lecci arbeitet seit 40 Jahren bei der Post. An ihre ersten Jahre in der Poststelle Neuenburg 4 Ecluse denkt sie besonders gerne zurück.

27.10.2015
Text: Annick Chevillot; Fotos: François Wavre
  • Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

    Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

  • Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

    Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

  • Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

    Christine Lecci bereitet in ihrer Küche in Neuenburg Rahmtäfeli zu.

  • Christine Lecci

    Christine Lecci

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag bei der Post?

Natürlich! Das war in der winzig kleinen Poststelle Neuenburg 4 Ecluse, die übrigens immer noch besteht. Es war ein Holzbau, in dem kleine, zweiflüglige Fenster die Kunden vom Personal trennten. Die Rechenmaschine im Hinterzimmer war uralt: Sie hatte grosse Eisentasten, und man musste zum Speichern einen Hebel betätigen.

Wie viele Funktionen haben Sie während Ihrer Laufbahn bei der Post ausgeübt?

Mehrere: Zuerst war ich Betriebsassistentin, danach Kassiererin und schliesslich Büroleiterin in Neuenburg 2 Bahnhof. Aktuell arbeite ich im Front- und im Backoffice in Neuenburg 1.

Welche ist die prägendste Erinnerung Ihres Berufslebens?

Da gibt es mehrere. Ich liebte es, mit dem «Hauptbuch» zu arbeiten, einem Buchhaltungsinstrument aus einer anderen Zeit. Ich erinnere mich auch gut an das erste Mal, als ich den Bahnhofsplatz überquerte, um den Postomaten zu füllen.

Was verbindet Sie mit der Post?

Ich mag den Kontakt zu den Leuten. Meine Arbeit ist zwar strenger als früher, insbesondere wegen der Verkaufsaktivitäten, dafür ist sie auch vielfältiger, was mir entspricht.

Hatten Sie nie Lust, den Arbeitgeber zu wechseln?

Nein, ich habe mich nie woanders gesehen.

Wie oft haben Sie den Datumsstempel benutzt?

Ach je ... wohl Millionen Male, aber meinem Handgelenk geht es trotzdem noch gut!

Denken Sie schon an die Pensionierung?

Nein, mit 56 ist das noch kein Thema. Um mich zu entspannen, bin ich gerne in der Küche und mache Rahmtäfeli, das ist eines meiner liebsten Hobbys im Winter. Den Ruhestand stelle ich mir ganz entspannt vor, mit einem guten Buch auf einem Liegestuhl in der Sonne, irgendwo am Meer.