«Ich bin durch und durch Pöstler»

Bernhard Kugler ist seit 40 Jahren bei der Post und wird bald pensioniert. Aktuell leitet er den IT-Support und ist Mitglied der Geschäftsleitung IT.

22.09.2015
Interview: Sandra Gonseth; Fotos: François Wavre
  • Bernhard Kugler
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Welche technologische Veränderung hat Sie am meisten geprägt?

Der Wechsel von der Schreibmaschine zum PC. Als Autor der ersten All-IN-1-Schulungsunterlagen der Post bildete ich alle Mitarbeitenden der Kreispostdirektion Luzern aus. Dies war der Start zur Büroautomation bei der Post.

Ihr unvergesslichstes Erlebnis in all Ihren Berufsjahren?

Der tolle Zusammenhalt unter meinen Berufskollegen. Es entstanden über die Jahre viele wertvolle Freundschaften. So treffe ich mich zum Beispiel seit 40 Jahren mit acht Kollegen aus der verrückten Genfer Sturm- und Drangphase.

Nie Lust gehabt, die Arbeitgeberin zu wechseln?

Bei der Post erhielt ich immer wieder die Möglichkeit, mich berufsbegleitend weiterzubilden - sei dies zum Bahnpöstler, Marketingplaner, Programmierer, Betriebswirtschafter oder zur Führungskraft. Es gab nie einen Grund, die Arbeitgeberin zu wechseln. Zudem bin ich durch und durch Pöstler; bereits meine beiden Grossväter und mein Vater arbeiteten bei der Post.

Wie schalten Sie ab?

Aktivitäten mit der Familie, politisieren mit Kollegen. Im Sommer mit einem erfrischenden Bad im herrlichen Vierwaldstättersee oder einem Buch. Und dies alles mit dem rockigen Sound der 60er- bis 80er-Jahre im Ohr.

Sie werden bald pensioniert. Haben Sie schon Pläne?

Nächstens reise ich nach Madagaskar, um meine Tochter zu besuchen. Sie absolviert dort ein Praktikum als Hebamme. Und ich werde sicher noch das eine oder andere Mandat annehmen.