«Eine richtige Pöstlerfamilie»

Otto Horber feierte am 6. Dezember seinen 80. Geburtstag. Während 35 Jahren war er Posthalter in der Ostschweiz.

22.12.2015
Text: Simone Hubacher; Fotos: François Wavre
  • Otto Horber
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Otto Horber, wie haben Sie Ihren 80. Geburtstag gefeiert?

Mit der ganzen Familie sowie vielen Freunden und Bekannten bei einem feinen Mittagessen.

Sie waren während 35 Jahren Posthalter, davon 25 Jahre in Schönenberg an der Thur. Was war das Schönste?

Die Begegnung mit Menschen. Es gab kaum negative Erlebnisse. Auch spannend war meine jahrelange Tätigkeit als Präsident im Schweizerischen Posthalterverband SPV, Sektion Thurgau, und später als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission des SPV unter dem Genfer Zentralvorstand.

Wie kamen Sie zur Post?

Wir sind eine richtige Pöstlerfamilie: Mein Urgrossvater, mein Grossvater und mein Vater waren schon Pöstler; so habe ich mit 18 begonnen, für meinen Vater zu arbeiten. Nach fünf Jahren, 1958, habe ich den ersten Vertrag erhalten. Es folgten Lehr- und Wanderjahre, und 1962 wurde ich Posthalter-Nachfolger meines Vaters in Schmidshof.

Was verbindet Sie heute noch mit der Post?

Drei unserer vier Kinder arbeiten bei der Post bzw. bei PostFinance. Auch sie sind begeisterte Pöstler. Ich persönlich nutze die neuen, modernen Dienstleistungen der Post weniger. Die Zahlungen tätige ich daher noch mit dem gelben Büchlein. Aber ein Mobiltelefon hab ich!

Ihre liebsten Hobbys?

Das Reisen und unser Wald! Nach der Pensionierung habe ich, zusammen mit meiner Frau, während beinahe 20 Jahren Reisen des Ferienvereins in ganz Europa geleitet. Und ich geniesse unter anderem unseren mehr als vier Hektar grossen Wald mit der schönen Hütte. Auch dieses Hobby teile ich zum Glück mit meiner Frau.