Aktueller Stand Postnetz

Seit die Post bekannt gegeben hat, dass sie ihr Netz umbauen will, wurde viel darüber geschrieben. Die Gespräche mit den Kantonen, Gemeinden und der Bevölkerung laufen.

Ausgabe 5/2017
Text: Annick Chevillot

Im Oktober 2016 gab die Post bekannt, dass sie die Anzahl Zugangsmöglichkeiten zu Postdienstleistungen bis 2020 auf 4000 erhöhen will. Dieser Umbau wird von Gesprächen mit den Kantonen, den Gemeinden und der Bevölkerung begleitet. Letzten Herbst wurde der Dialog noch intensiviert, um die Transparenz und die Planungssicherheit für den Umbau zu verbessern.

Steter Dialog

Die Post steht in direktem Kontakt mit Kantonsbehörden in der ganzen Schweiz. Derzeit lässt sich noch nicht genau sagen, welche und wie viele Poststellen bis 2020 umgebaut werden. Die Suche nach Lösungen für diejenigen Poststellen, deren Schliessung den Kantonen bereits bekanntgegeben wurde, läuft. Wie im Gesetz vorgesehen, bleiben die Gemeinden die wichtigsten Ansprechpartner bei der Prüfung der möglichen Alternativen für eine Poststelle.

Seit Januar lädt die Post die Bevölkerung an Infoveranstaltungen ein, an denen sie die mit den Gemeinden diskutierten Optionen sowie die in der jeweiligen Region zur Verfügung stehenden Zugangsmöglichkeiten vorstellt. Die Bevölkerung kann an diesen Veranstaltungen natürlich auch Fragen stellen.

Sorgfältige Analyse

Die Post hat die Reaktionen aus der Bevölkerung, von Politikern und aus der Wirtschaft sehr genau analysiert und bereits erste Anpassungen am Angebot vorgenommen: Verbesserungen im Bereich der Bareinzahlungen und der Zustellung in ländlichen Gebieten sowie des Angebots in Gemeinden mit Postagenturen. Ab dem 1. September können in Ortschaften, die nur über eine Postagentur verfügen, auch Bareinzahlungen am Domizil getätigt werden. Abonnentinnen und Abonnenten von Tageszeitungen erhalten diese in Ortschaften ohne Zeitungsfrühzustellung vor Mittag. Zudem können Vereine, Gemeinden und KMU grössere Sendungsmengen bei Postagenturen aufgeben.

Entlassungen vermeiden

Auch für das vom Umbau betroffene Personal wird nach geeigneten Lösungen gesucht – und zwar im ganzen Land. Das Ziel ist klar: Entlassungen sollen vermieden werden.