Der Kunde von morgen: eine Vision

Mobil und digital

Der Kunde von morgen: eine Vision

23.08.2016
Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation

Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation

«Beinahe fünf Millionen Schweizerinnen und Schweizer besitzen ein Smartphone, mit dem sie auch mobil surfen. Die Mehrheit der «Digital Natives» sind heutzutage sogar schon häufiger via Smartphone im Internet als mit dem PC. Bei vielen Schweizer Zeitungstiteln werden Tages-News häufiger per Smartphone als in Printform konsumiert. Es wimmelt von diversen alten und neuen digitalen Kommunikationsplattformen (E-Mail, SMS, Facebook, Twitter, WhatsApp, Snapchat usw.), die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Was bedeuten diese Trends für die Post und wie reagieren wir darauf? Zunächst dürfen wir stolz betonen, dass die Post schon seit längerem auf eine digitaler werdende Welt reagiert: Die Post hat bei bestehenden Produkten eine Brücke zur digitalen Welt gebaut wie z.B. beim beliebten PostCard Creator. Oder unsere Kunden können mobil mit dem Handy eine SMS-Briefmarke kaufen.

Aber die Digitalisierung und der mobile Trend verstärken sich, und die Bedürfnisse unserer Kunden wandeln sich dadurch weiter. Das Schöne daran ist, dass die Post ihre Kernkompetenzen aus der physischen Welt auch mit voller Kraft digital ausspielen kann. Dies bedeutet, dass wir unsere traditionelle Rolle als Übermittlerin vertraulicher Informationen nicht mehr nur physisch, sondern zusätzlich auch elektronisch ausüben und dass wir der Schweizer Bevölkerung eine entsprechende digitale Infrastruktur anbieten. Die Post arbeitet daher an verschiedenen digitalen Lösungen und nutzt neue Technologien für den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Dies nicht zuletzt auch, um den physischen Kanal weiter attraktiv zu halten, denn dieser wird von unseren Kunden noch lieber genutzt, wenn wir ihn mit den digitalen Möglichkeiten verbinden.

Mit einer E-Voting-Plattform werden wir dafür sorgen, dass die Schweizer Stimmbürger und -bürgerinnen in der Zukunft die Wahl haben, ob sie an der Urne, brieflich oder neu zusätzlich elektronisch abstimmen und wählen möchten. Freiburg und Neuenburg gehören zu den ersten Kantonen, die ihren Bürgern in Zusammenarbeit mit der Post beides anbieten werden. Auch im Bereich E-Health geht die Post voran: Sie bietet Kantonen, Spitälern, Apothekern und Ärzten eine Vernetzungsplattform an, die medizinische Informationen für Leistungserbringer im Gesundheitswesen und für Patienten elektronisch zugänglich macht. Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch ein elektronisches Patientendossier.

Der Kunde von morgen wird aber auch digital geprägte, autonome Dienstleistungen bei der Post beziehen. Mit «autonom» ist hier eine Dienstleistung gemeint, die teilweise durch Robotertechnik erbracht wird. Ein Beispiel sind Drohnen. Mit ihnen öffnet sich eine Tür für Spezialdienstleistungen, mit denen PostLogistics ihr Angebot für andere Unternehmen erweitern kann. Auf die gleiche Weise kann PostAuto mit selbstfahrenden Shuttles neue Angebote für Unternehmen, Kantone und Gemeinden entwickeln.
Mit PostGrid machen wir zudem erste Schritte im «Internet der Dinge». Dank diesem energiearmen Funknetzwerk können wir unsere physische Infrastruktur wie Haltestellen, Poststellen, Briefeinwürfen, Gebäuden, Geld- und Paketautomaten mit dem Internet verbinden. Dadurch können wir unsere betrieblichen Prozesse optimieren und unseren Kunden neue Dienstleistungen anbieten.

Die Digitalisierung ist auch eine Chance für die Post, zu beweisen, dass sie mit ihren Stärken aus dem physischen Kerngeschäft ihren Kunden auch digital das Leben vereinfachen kann. Wir alle können dazu beitragen, mit der Post diese Chance zu nutzen – eine tolle Perspektive!»

Interessiert Sie dieses Thema? Stellen Sie Ihre Fragen am 30. August oder im Voraus an folgende Adresse: redaktion@post.ch

Der Live-Chat mit Claudia Pletscher findet am 30. August 2016 um 14:15 Uhr statt: pww.post.ch/livetalk