Der Kunde von morgen: eine Vision

Eine mobile und vernetzte Welt

27.10.2016
Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics

Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics

«Die Digitalisierung und die Entwicklung des E-Commerce haben unseren Alltag tiefgreifend verändert. Dadurch haben sich auch die Leistungen der Post gewandelt. Noch vor wenigen Jahren beschränkte sich der Leistungskatalog der Post auf die Brief- und Paketzustellung und die Leistungen des Postkontos. Heute geht die Post auf die Kundinnen und Kunden zu. Dabei nutzt sie verschiedenste - immer stärker auch digitale - Kanäle. Weil die Kundschaft immer mobiler und individualistischer wird, verlangt sie nach individuell passenden Leistungen und Produkten, jederzeit und ortsunabhängig, sieben Tage die Woche.

Alle Konzernbereiche tragen ihren Teil zum Wandel bei, auch der Bereich PostLogistics, den ich seit 2009 mit Freuden leite. In weniger als fünf Jahren haben wir unser Geschäftsmodell konsequent mit Fokus Versender- und Empfängernutzen aufgestellt und eine Reihe von neuen Angeboten am Markt eingeführt: beispielsweise My Post 24-Automaten, Abendzustellung und pick@home. Mit dem Aufstellservice liefern und montieren wir sogar Möbel.

Auch für die Geschäftskunden haben wir neue Angebote und auf verschiedene Branchen zugeschnittene Lösungen entwickelt. Das E-Commerce-Komplettangebot der Post vereinfacht den Unternehmen den Onlinehandel. Mit einer elektronischen und vollautomatischen Verzollungslösung erleichtern wir ihnen den internationalen Handel. Wir bieten ihnen individuelle Lagermöglichkeiten sowie die hoch automatisierte Gesamtlogistiklösung YellowCube.

All diese Lösungen und Leistungen sind inzwischen Teil unseres Alltags. Doch die Entwicklung steht nicht still: Die Vernetzungsmöglichkeiten werden immer umfassender. Die Informatik verlässt schrittweise den Computer und siedelt sich mittels Sensoren in Gegenständen oder Stoffen an - die sogenannten intelligenten «Wearables». Werden diese Gegenstände miteinander vernetzt, spricht man vom Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und von Web 3.0. Von ihnen wird erwartet, dass sie den Menschen noch mehr Annehmlichkeiten, stetige Verfügbarkeit, Flexibilität, Komfort und Sicherheit bringen.

Zudem wird der globale Handel, der sich mit China entwickelt hat, rasant wachsen. Man wird aus der ganzen Welt, an jeden Ort der Erde und in kürzester Zeit bestellen können. Für die Post bietet sich in diesem Umfeld die Chance, ihre Angebote und Prozesse weiterzuentwickeln und zu optimieren, die Effizienz zu steigern, Ressourcen besser zu nutzen und die Kundschaft enger an sich zu binden. Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Kaffeemaschine von morgen selbstständig eine Kapselbestellung auslöst und unsere Paketboten benachrichtigt, dass die Bestellung ausgeliefert werden kann.

Die Kinder der Digital Natives, Geeks, und weitere Y- und Z-Generationen werden unsere Kundinnen und Kunden von morgen sein. Bestimmt werden sie noch besser vernetzt sein als heute. Doch welche Annehmlichkeiten die Digitalisierung auch immer bieten wird, stets besteht ein noch wichtigerer Faktor: der Mensch. Das vertraute Gesicht der Postbotin bzw. des Postboten weckt auf Anhieb Vertrauen in die Post. Und dieses Vertrauen soll auch für die Kundinnen und Kunden von morgen das A und O bleiben.»

Interessiert Sie dieses Thema? Stellen Sie Ihre Fragen am 1. November oder im Voraus an folgende Adresse: redaktion@post.ch

Der Live-Chat mit Dieter Bambauer findet am 1. November 2016 um 15.30 Uhr statt: pww.post.ch/livetalk