«Ohne Grenzen»

Konzernleiterin Susanne Ruoff berichtet regelmässig über ihre Eindrücke und Erlebnisse aus ihrem Postalltag.

18.06.2013
Susanne Ruoff, umgeben von CEOs anderer Postunternehmen, an der Konferenz der IPC in Oslo

Susanne Ruoff, umgeben von CEOs anderer Postunternehmen, an der Konferenz der IPC in Oslo.

Die Post ist im ganzen Land präsent, aber ihre Geschäftstätigkeit macht nicht an der Landesgrenze halt. Vielmehr beschäftigt die Post in rund 30 Ländern mehr als 6000 Mitarbeitende und erwirtschaftet 12 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Das internationale Business ist für uns ein wichtiger Geschäftszweig.

Damit wir die Briefe und die Pakete in den verschiedenen Ländern zur Zufriedenheit unserer Kunden zustellen können, sind wir auf die Zusammenarbeit mit den anderen Postunternehmen angewiesen. In diesem Zusammenhang spielen Organisationen wie der Weltpostverein (UPU), die International Post Corporation (IPC) oder PostEurop eine Schlüsselrolle. Für die Schweizerische Post ist es äusserst wichtig, in diesen Organisationen präsent zu sein und ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. So sind die Schweiz und unser Unternehmen in diesen Organisationen sehr gut vertreten. Selber habe ich die Ehre, unsere Interessen im Vorstand der International Post Corporation zu vertreten.

Die IPC umfasst die 24 wichtigsten Postgesellschaften aus Europa, Nordamerika und der Asien-Pazifik-Region, die gemeinsam rund 80 Prozent des weltweiten Briefvolumens repräsentieren (das sind mehr als 336 Milliarden Briefe pro Jahr!). Uns bringt die Mitwirkung bei IPC einen hohen Mehrwert, da der Post dadurch Dienstleistungen und Lösungen zur Verfügung stehen, die den grenzüberschreitenden Austausch von Briefen und Paketen vereinfachen und verbessern. Wir können auch besser Einfluss auf die künftige Schwerpunktsetzung von IPC nehmen. Derzeit ist beispielsweise der E-Commerce ein Schlüsselthema in diesen Gremien. So gesehen ist dieser Blick über unseren Tellerrand hinweg auch eine nützliche Standortbestimmung dafür, ob wir an den richtigen Themen arbeiten, wie wir das im Vergleich zu anderen tun und wo wir dabei stehen.

Mit starken internationalen Netzwerken und einem intensiven Erfahrungsaustausch über die Landesgrenzen hinweg können wir einerseits von anderen Postunternehmen lernen, andererseits kann die Schweizerische Post ausländischen Postunternehmen auch als Beispiel dienen, etwa in Sachen Pünktlichkeit. In diesem Bereich rangierte sie im Jahr 2012 weltweit auf Platz zwei, direkt hinter Luxemburg. Eine hervorragende Leistung!