Ein Heimspiel

Alexander Schnydrig (62), Poststellenleiter in Naters, nimmt mit dem Jodlerklub Aletsch Naters vom 22. bis 25. Juni 2017 am Eidgenössischen Jodlerfest in Brig-Glis teil. Seine zweite Passion gilt den Schwarzhalsziegen.

Ausgabe 5/2017
Text: Simone Hubacher; Fotos: Monika Flückiger
  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert im Jodergewand oberhalb Naters.

  • Alexander Schnydrig

    Der Jodler ist ein grosser Fan der Schwarzhalsziegen, die ihn seit 40 Jahren durchs Leben begleiten.

  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert mit Schwarzhalsziegen auf einer steilen Matte bei Geimen (Gemeinde Naters).

  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert mit Schwarzhalsziegen auf einer steilen Matte bei Geimen (Gemeinde Naters).

  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert mit Schwarzhalsziegen auf einer steilen Matte bei Geimen (Gemeinde Naters).

  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert mit Schwarzhalsziegen auf einer steilen Matte bei Geimen (Gemeinde Naters).

  • Alexander Schnydrig

    Alexander Schnydrig posiert mit Schwarzhalsziegen auf einer steilen Matte bei Geimen (Gemeinde Naters).

  • Alexander Schnydrig

    Das Jodlergewand des Klubs Aletsch Naters ist bereit für den Einsatz am Eidgenössichen.

«Wir sind anders. Wir sind ein Bergvolk», sagt Alexander «Xandi» Schnydrig, während er im Jodlergewand mit und neben den Schwarzhalsziegen auf einer steilen Wiese oberhalb Naters posiert. Seine derzeit 26 Geissen – er nennt sie liebevoll «Babini» – geben dem 62-jährigen Poststellenleiter aus Naters enorm viel. «Am Morgen ab 4 Uhr und am Abend nach 18 Uhr gehe ich in den Stall und finde dort einen super Ausgleich zu meinem Beruf.» Dies seit 40 Jahren! Schon sein Vater habe Kühe gehalten, einer der beiden Söhne Simmentaler Kühe, der andere Schottische Hochlandrinder. «Aber schau dich hier um: Hier ist es kahl und steinig. Daher gibts praktisch nur nebenerwerbstätige Bauern im Oberwallis. Mein Vater hat sein Geld bei der Lonza verdient, ich bei der Post», so Schnydrig. Er selbst stelle keinen Ziegenkäse her und handle auch nicht mit den Geissen. Aber sie seien seine Leidenschaft. Bis 2015 war er Präsident des Oberwalliser Ziegenzuchtverbandes.

Erster Tenor

Neben den Schwarzhalsziegen hat es ihm das Jodeln angetan. «Schon als Bub hat es mir gefallen, wenn ich andere jodeln hörte», so Alexander Schnydrig. «Volkstümliche Musik habe ich schon immer gemocht.» Der Jodlerklub Aletsch Naters, einer der traditionsreichsten und ältesten Klubs (Gründungsjahr 1966) des Kantons, ist sein zweites Zuhause. Unter den 33 Mitgliedern sind derzeit vier Frauen und Sohn Michael. Zählt man alle Proben und Jodlerfeste zusammen, trifft er sich mit den Gesangskollegen 50 bis 60 Mal im Jahr. «Das muss man schon mögen. Es ist intensiv. Und seit letztem Herbst üben wir konzentriert fürs Eidgenössische. Ende Juni muss alles perfekt sein!» Steht er auf der Bühne, ist er erster Tenor. «Die Führungsstimme, das eigentliche Jodeln, überlassen wir im Oberwallis den Frauen», erklärt er.

Beim Papst gejodelt

Grosse Auftritte sind für Alexander Schnydrig nichts Neues, aber immer wieder etwas Besonderes: Sessionseröffnung des Staatsrats im Wallis, Vereidigung der Schweizer Garde im Vatikan, zusammen mit dem Walliser Musiker «Z'Hansruedi» (www.zhansruedi.ch) am Open Air Gampel –überall dort ist der Jodlerklub Aletsch Naters schon aufgetreten. Jodeln sei etwas sehr Emotionales. «Du kannst mit jedem Schweizer Jodler singen, egal aus welcher Region er stammt. Es gibt nie Streit bei uns.» Die Kameradschaft sei denn auch das Wertvollste, der Stolz der Jodler. Das Feiern an den Jodlerfesten sei auch wichtig. «Aber wir feiern dem Alter angepasst. Heute gehen wir zwischendurch auch einmal schlafen.»

Jodlerklub Aletsch

Aufgewachsen in Lalden

Heute wohnhaft in Geimen (Gemeinde Naters)

Ehefrau Vreni, Söhne Michael (35) und Martin (32)

Fussballfan: FC Sion (sein Bruder spielte in der A-Mannschaft) und FC Bayern München

Lehre als «richtiger Pöstler» (=Betriebssekretär)

19 Jahre Poststellenleiter Naters

43 Dienstjahre bei der Post

5 x 2 Festabzeichen gewinnen!

Die Schweizerische Post ist Sponsorin des 30. Eidgenössichen Jodlerfests in Brig-Glis vom 22. bis 25. Juni 2017. Was an anderen Festivals ein Eintrittsticket ist, ist bei den Jodlern das Festabzeichen (Pin). Mit diesem können die Besucherinnen und Besucher die Vorträge in den verschiedenen Festlokalen in Brig-Glis besuchen. Wir verlosen 5 x 2 Festabzeichen inkl. Essens- und Getränkebons. Für die Teilnahme senden Sie bis 30. Mai 2017 eine E-Mail an: redaktion@post.ch. Viel Glück!