PostFinance – fit für die Zukunft

Die Geschäftsleitung von PostFinance hat aufgezeigt, wie sich die Victoria-Massnahmen personell auswirken: Bis Ende 2020 fallen 500 Vollzeitstellen weg. Gleichzeitig investiert PostFinance in die Entwicklung digitaler Angebote sowie neuer Geschäftsmodelle.

Ausgabe 4/2018
Text: Angela Bönzli, Susanne Hählen; Fotos: Keren Bisaz
Gabriela Länger

Gabriela Länger, Leiterin Arbeitswelt bei PostFinance

Vor fast zwei Jahren hat PostFinance das Programm «Victoria 2017–2020» vorgestellt. Heute kann PostFinance längerfristig einschätzen, welche Auswirkungen diese Massnahmen auf den Personalbestand haben werden: Die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, die Neuausrichtung der Privat- und Geschäftskundenberatung sowie die Auslagerung von Geschäftstätigkeiten führen dazu, dass PostFinance bis Ende 2020 mit 500 Stellen weniger auskommen wird. «Bei PostFinance begegnen wir uns auf Augenhöhe. Deshalb war es uns wichtig, die Karten auf den Tisch zu legen und die beabsichtigten Massnahmen so früh wie möglich transparent zu machen», sagt Gabriela Länger, Leiterin Arbeitswelt.

PostFinance bietet individuelle Unterstützung

Der Stellenabbau soll, wo immer möglich, über die natürliche Fluktuation (freiwillige Abgänge und Frühpensionierungen) sowie über auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse erfolgen. Vorbehältlich des Konsultationsverfahrens wird es aber auch zu Kündigungen kommen. Für die unterschiedlich betroffenen Mitarbeitenden bietet PostFinance bestmögliche Unterstützung – sowohl für Personen, die sich intern neu orientieren als auch für jene, die auf dem externen Arbeitsmarkt eine neue Herausforderung annehmen. Die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich mit verschiedensten Personen auszutauschen: Nebst den direkten Vorgesetzten steht das Case Management, der Sozialdienst, das Laufbahnzentrum und natürlich HR zur Verfügung. Auch die Geschäftsleitungsmitglieder nehmen persönliche Anliegen auf. «Zudem ist das Konsultationsverfahren eine grosse Chance zum Dialog», führt Gabriela Länger aus. Auf der PostConnect-Seite pww.post.ch/transformationpf sind für PostFinance-Mitarbeitende zudem umfassende Informationen zu den geplanten Massnahmen publiziert. Fragen können die Mitarbeitenden ebenfalls an die E-Mail-Adresse transformation@postfinance schicken.

Fit für die Zukunft

Die beabsichtigten Veränderungen sind schmerzhaft, jedoch alternativlos: Aufgrund des Kredit- und Hypothekenvergabeverbots brechen PostFinance in der aktuellen Negativzinsphase die Margen sukzessiv weg, was zu signifikanten Ertragsrückgängen im Zinsgeschäft führt. Dies zeigt das Quartalsergebnis deutlich. Zudem führen die technologischen Fortschritte zu verändertem Kundenverhalten und neuen Kundenbedürfnissen.

PostFinance richtet sich aber auch auf die zukünftigen Bedürfnisse der Kunden aus und investiert in neue Geschäftsfelder. So bleibe das Unternehmen fit für die Zukunft und sei für die grosse Mehrheit der Mitarbeitenden weiterhin eine attraktive Arbeitgeberin, sagt Länger. Es warten vielversprechende und spannende Projekte. Denn PostFinance hat ein klares Ziel: «Wir wollen zur führenden digitalen Bank der Schweiz werden und zu den Top Ten von Europa gehören. Ich bin überzeugt, dass uns das gelingt.»