Neue gelbe Welt in Interlaken

Poststellen und Verkauf wird PostNetz. Der Namenswechsel geht mit einem Paradigmenwechsel einher. «Mehr Gelb» ist die Zukunft. Wie das aussehen könnte, zeigt eine Filiale in Interlaken.

22.08.2017
Text: Vera Trachsel; Fotos: Andreas Frutig
  • Willkommen in der Filiale der Zukunft!

    Willkommen in der Filiale der Zukunft!

  • Moderne und offene Schalter

    Moderne und offene Schalter

  • Die Kinderpost lädt zum Spielen ein.

    Die Kinderpost lädt zum Spielen ein.

Am 8. August 2017 öffnete in Interlaken eine neu konzipierte Filiale ihre Tore. Beim Augenschein vor Ort wird klar: Die posteigenen Produkte rücken sichtbar ins Zentrum und die Mitarbeitenden setzen auf verstärkte Beratung rund um die postalischen Services sowie die vielfältigen physischen, digitalen und mobilen Zugangsmöglichkeiten. Die Filiale wird so das Tor zur gelben Welt. Thomas Baur, Leiter PostNetz, ist gespannt: «Der Test wird zeigen, wie das Konzept bei der Bevölkerung, unseren Partnern und Mitarbeitenden ankommt und welche Anpassungen wir noch vornehmen müssen.»

Einladendes Ambiente mit viel Kundennähe

Was unterscheidet die neue von einer traditionellen Filiale? Statt einer nüchternen Schalterhalle wartet die Testfiliale in Interlaken mit einem einladenden Ambiente auf. Zwar gibt es weiterhin einen Schalterbereich. Dieser ist jedoch offen und damit kundennäher. Im Mittelpunkt stehen eine Beratungstheke, eine Selbstbedienungszone sowie verschiedene Themenwelten. An der Beratungstheke erklären die Mitarbeitenden den Kundinnen und Kunden die Produkte und zeigen ihnen, wie sie ihre Postgeschäfte auch ausserhalb der Filiale effizient und rund um die Uhr erledigen können, ob per Mobile-App, Internet oder am My Post 24-Automaten. Ein Anliegen, das Thomas Baur besonders am Herzen liegt: «Unsere Kunden sollen spüren, dass sich die Post am Puls der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung befindet und eine nützliche Partnerin im Alltag ist. Deshalb investieren wir in den nächsten Jahren Millionen in solch moderne Filialen.»

Themenwelten in der Selbstbedienungszone

In der Selbstbedienungszone kann die Kundschaft Postgeschäfte selbst erledigen – sei dies die Aufgabe einer vorfrankierten Paket- oder Briefsendung am My Post 24-Automaten im Aussenbereich oder in einer Drop-Box im Innenbereich. Später sollen weitere Automaten – zum Beispiel Einzahlungsautomaten – hinzukommen. In den Themenwelten erfahren die Kundinnen und Kunden Interessantes rund um die Services der Post – zum Beispiel «Verpacken und Versenden», «Einkaufen» und «Briefmarken». Oder angebotsübergreifend «Aktuell», wo der Kundschaft Innovationen für die Nutzung im Alltag nähergebracht werden oder auf regionale Schwerpunkte hingewiesen wird. In Interlaken im August beispielsweise besonders angesagt: die Sonderbriefmarke zum Unspunnenfest. Abgerundet wird das Kundenerlebnis in der Testfiliale in Interlaken mit zwei weiteren Neuerungen: einem kostenlosen Zugang zum Internet und einer Spielecke für Kinder. Bewährt sich das Konzept in Interlaken, sollen 2018 weitere Filialen folgen.

Poststellen und Verkauf heisst neu PostNetz

«Wir öffnen das Tor zur gelben Welt», so lautet die Mission, die sich PostNetz mit der neuen Strategie auf die Fahne geschrieben hat. Dahinter stehen vier Stossrichtungen: Mehr Gelb, Verbesserung des Finanzergebnisses, Stärkung der Eigenverantwortung und des unternehmerischen Handelns über alle Mitarbeiterstufen hinweg sowie die Förderung des positiven Kundenerlebnisses. Dabei ist der Name PostNetz Programm: Das Filialnetz der Post wird insgesamt gestärkt und stützt die Strategie. Zudem fügt sich die neue Bezeichnung nahtlos in die Namenssystematik der Bereichsfamilie PostMail und PostLogistics ein. Die durch die Namensänderung notwendigen Anpassungen erfolgen schrittweise.