Lohnverhandlungen Post 2018

Sozialpartner einig: 1 Prozent mehr Lohn

Die Verhandlungsdelegationen der Post CH AG, der Gewerkschaft syndicom sowie des Personalverbands transfair haben sich auf die Lohnmassnahmen 2018 geeinigt. Davon profitieren rund 27 500 Mitarbeitende im Gesamtarbeitsvertrag Post (GAV).

12.03.2018
Text: François Furer

Grundsätzlich ist eine Lohnerhöhung abhängig von der Lage des Mitarbeitenden im Lohnband, der Personalbeurteilung und der persönlichen Leistung. Nach drei Verhandlungsrunden haben sich die Delegationen für das Jahr 2018 auf folgende Lohnmassnahmen geeinigt:

Mitarbeitende innerhalb des Lohnbandes

1 Prozent der Lohnsumme wird für nachhaltige Lohnmassnahmen für die Mitarbeitenden innerhalb des Lohnbandes eingesetzt. Zusätzlich erhalten sie mit dem Aprillohn eine Einmalzahlung von 350 Franken (pro rata Beschäftigungsgrad).

Mitarbeitende über dem Lohnband

Mitarbeitende, die sich über dem jeweiligen Lohnband befinden, erhalten eine Einmalzahlung von 600 Franken (pro rata Beschäftigungsgrad), da sie nicht von individuellen Lohnerhöhungen profitieren.

Die wirtschaftliche Situation der Post CH AG, die Lage auf dem Arbeitsmarkt, die Vergleiche mit Konkurrenzunternehmen sowie die Entwicklung der Lebenshaltungskosten (Teuerung) sind Kriterien, die bei den jährlichen Lohnverhandlungen der Sozialpartner Post, syndicom und transfair als Grundlage dienen.

Ratifizierung und weitere Lohnverhandlungen bei Konzerngesellschaften

Die verhandelten Massnahmen betreffen die rund 27 500 Mitarbeitenden der Post CH AG, die nach Gesamtarbeitsvertrag Post angestellt sind. Die Entscheidgremien der Post, transfair und syndicom müssen das Ergebnis der Verhandlungen noch gutheissen. Dies sind der Verwaltungsrat der Schweizerischen Post AG sowie bei syndicom und transfair die zuständigen Organe. Die Verhandlungen für das Personal der PostFinance AG, der PostAuto AG sowie für das Personal der Post Immobilien Management und Services AG, der SecurePost AG, der Swiss Post Solutions AG und der PostLogistics AG sind noch im Gang.

Neue Lohnsystematik

Ab diesem Jahr wird das vereinbarte Prozent der Lohnsumme für die Lohnmassnahmen neu verteilt. Grundsätzlich sollen Mitarbeitende mit einem tieferen Lohn von einer grösseren Lohnerhöhung profitieren können.
Die grössten Änderungen sind:

  • Mitarbeitende in den unteren drei Vierteln des jeweiligen Lohnbandes profitieren von einer garantierten Lohnerhöhung, sofern sie eine Personalbeurteilung von insgesamt mindestens «gut erfüllt» erreichen. Zusätzlich ist auch noch eine individuelle Honorierung je nach Leistung möglich.

  • Mitarbeitende, deren Lohn sich im obersten Viertel des Lohnbandes befindet, können bei guter Leistung nach wie vor von Lohnerhöhungen profitieren, diese sind aber nicht garantiert.