Die PostAuto-App kann jetzt fast alles

Die PostAuto-App ist neu so vielseitig wie kein anderer Reisebegleiter in der Schweiz. Sie bietet nebst Fahrplan und ÖV-Tickets auch Verbindungen für Auto- und Velofahrer, zeigt Taxi- und Sharing-Angebote an, ist ein Billettschalter und vieles mehr. Projektleiter Mark Bögli ist sehr zufrieden mit dem Start.

Ausgabe 3/2018
Text: Urs Bloch
Auch dem Velofahrer hilft die PostAuto-App weiter: Mark Bögli mit einem PubliBike.

Auch dem Velofahrer hilft die PostAuto-App weiter: Mark Bögli mit einem PubliBike.

Mark Bögli, seit Mitte März gibt es die neue PostAuto-App. Hat der Go-Live geklappt?

Ja, wir sind sehr erleichtert. Die Umstellung und das perfekte Zusammenspiel aller technischen Elemente – von der Testapplikation zur produktiven PostAuto-App – ist ein komplexer Vorgang. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat alles bestens funktioniert.

Die neue App ist mehr als einfach ein ÖV-Fahrplan. Es handelt sich um einen multimodalen Routenplaner, der ÖV, Privatverkehr und Sharing-Angebote verbindet. Wie sind die ersten Reaktionen?

Die ersten Reaktionen sind sehr positiv. Die breite multimodale Auswahl, die Geschwindigkeit und das Design kommen bei den Nutzerinnen und Nutzern sehr gut an.

Weshalb gibt sich PostAuto nicht damit zufrieden, per App einen Fahrplan zu bieten und Tickets zu verkaufen?

Die radikalen Veränderungen in der Mobilität haben gerade erst begonnen. Ausgelöst durch die Digitalisierung wird sich die Mobilität in den nächsten Jahren komplett verändern. Der Verkehr nimmt laufend zu, neue Player und Möglichkeiten kommen auf den Markt, das Nutzerverhalten verändert sich. Während sich zum Beispiel die Telekombranche dem bereits angepasst hat, steht die Mobilitätsbranche erst am Anfang. Für PostAuto ist es wichtig, mit diesen Veränderungen Schritt zu halten und die digitale Verbindung zu den Kunden sowohl für den ÖV wie auch für alle anderen Verkehrsmittel jetzt zu besetzen. Zudem wollen wir nicht, dass das Gleiche passiert wie in der Hotellerie: Dort verkaufen internationale Player wie booking.com das Produkt und binden die Kunden an ihre Plattform.

Ist die App nun fertig entwickelt oder gibt es weitere Ausbauschritte?

Die App ist fertig entwickelt im Sinne des Projektauftrags. Unser Team verfolgt nun weitere Ziele, um verschiedene Funktionen für die Nutzer zu vereinfachen. Dabei geht es zum Beispiel um die integrierten Zahlungsmöglichkeiten für alle Verkehrsmittel und später die Kombination von einheitlichen Pauschalpreisen über alle Verkehrsmittel hinweg.

Was gefällt Ihnen persönlich am besten an der neuen App?

Mir gefällt, dass ich mit einem Daumendruck das für mich passende Verkehrsmittel wählen kann. Und dass ich alle Verkehrsmittel in Echtzeit mitverfolgen kann, macht die Routenvorschläge besonders wertvoll.

Was heisst eigentlich multimodal?

Aus der PostAuto-App ist ein multimodaler Reisebegleiter geworden. Was bedeutet das? Im Kern ist die Smartphone-App seit dem Update vom 19. März ein Routenplaner. Dieser bietet nebst ÖV-Fahrplan und -Tickets nun auch Verbindungen für Auto- und Velobenutzer an, zeigt Taxi- und Sharing-Angebote für Velos und Autos sowie freie, buchbare Parkplätze. Die Nutzer entscheiden selbst, ob sie möglichst umgehend, möglichst schnell oder möglichst günstig unterwegs sein wollen. Wer häufig die gleichen Reiseziele wählt, kann diese als Favoriten definieren: Unabhängig vom jeweiligen Standort zeigt mir die App an, wann ich starten muss, um mein bevorzugtes Reiseziel zu erreichen. Ich kann mir zudem für meine Lieblingsbahnstrecke einen Alarm einrichten, damit ich informiert werde, sollte ein Zug verspätet unterwegs sein.