«Die Post kann dabei helfen, sich mehr auf die Patienten zu fokussieren»

Im Gesundheitswesen müssen Güter und Leistungen vermehrt dort zur Verfügung stehen, wo Patienten und Fachpersonen sie anfordern. Wie sich dies erreichen lässt, ohne dass Kosten und Komplexität drastisch steigen, diskutierten Experten an der FutureHealth 2019.

29.01.2019
Text: Sarah Camenisch
  • Die Post an der FutureHealth 2019 in Basel

    Die Post an der FutureHealth 2019 in Basel

  • Die Veranstaltung fand am 28. Januar statt und zählte rund 350 Teilnehmende.

    Die Veranstaltung fand am 28. Januar statt und zählte rund 350 Teilnehmende.

  • «Wir glauben an ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Zentrum steht. Mit unserem Angebot können wir die Akteure entlang der gesamten Prozesskette dabei unterstützen, dieses Ziel zu erreichen», so Konzernleiter Ueli Hurni zum Engagement der Post im Gesundheitswesen.

    «Wir glauben an ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Zentrum steht. Mit unserem Angebot können wir die Akteure entlang der gesamten Prozesskette dabei unterstützen, dieses Ziel zu erreichen», so Konzernleiter Ueli Hurni zum Engagement der Post im Gesundheitswesen.

Patienten, Ärzte oder Pflegende wünschen immer häufiger, dass Güter und Dienstleistungen genau dann und dort zur Verfügung stehen, wo sie sie brauchen. «On demand», also auf Nachfrage oder Anforderung, heisst dieses Bedürfnis. Wie das Gesundheitswesen damit umgeht, ohne dass die Kosten und die Komplexität steigen, war eines der Diskussionsthemen am Kongress FutureHealth in Basel. Mittendrin waren die Expertinnen und Experten der Post sowie Konzernleiter Ueli Hurni. «Wir glauben an ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Zentrum steht. Mit unserem Angebot können wir die Akteure entlang der gesamten Prozesskette dabei unterstützen, dieses Ziel zu erreichen», sagte er zum Engagement der Post im Gesundheitswesen.

Mehr Zeit für die Patienten

Der Lieferkette und damit dem Kerngeschäft der Post kommt im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle zu. Medikamente, Operationsbesteck, Verbandsmaterial, diagnostische Apparate, Betten, Berufskleider und vieles mehr müssen in der korrekten Menge eingekauft, fachgerecht gelagert und «on demand» geliefert werden. Dabei gilt es, die strengen gesetzlichen Anforderungen an Transport und Lagerung einzuhalten. «Die Erbringung logistischer Dienstleistungen für das Gesundheitswesen erfordert spezifisches Know-how. Die Auslagerung an einen Spezialisten wie die Post eröffnet den Anbietern die Möglichkeit, sich noch mehr auf die Patienten zu fokussieren», sagte Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics und Mitglied der Konzernleitung, im Expertengespräch.

Die Logistiklösungen der Post decken die gesamte Lieferkette ab: angefangen bei der Lagerung in einer zertifizierten, vollautomatisierten Kommissionierungsanlage über die temperierte Lieferung bis zur Rücknahme und Entsorgung pharmazeutischer Produkte. Ihre physischen Leistungen ergänzt die Post mit innovativen Technologien, zum Beispiel mit Drohnen. In Lugano und Zürich transportieren Drohnen der Post bereits regelmässig Blutproben zwischen zwei Spitälern und sind dabei deutlich schneller und ökologischer unterwegs als ein Fahrzeug auf der Strasse.

Vernetzen, vernetzen, vernetzen

Einen weiteren Lösungsansatz sieht die Post in der besseren Vernetzung der Akteure und Prozesse. «Wenn alle Akteure schnell und einfach über die relevanten Informationen verfügen, lassen sich die Sicherheit der Patienten und die Effizienz der Behandlungsprozesse steigern», erklärte Martin Fuchs, Leiter E-Health am Stand der Post. Sein Team zeigte den Teilnehmenden, wie die E-Health-Plattform und das elektronische Patientendossier der Post den Informationsaustausch unter Fachpersonen vereinfachen. Das Gesamtangebot der Post für das Gesundheitswesen rundet das Dokumentenmanagement ab: Swiss Post Solutions (SPS) kann die interne Post und die betrieblichen Dokumente abwickeln und digitalisieren, zum Beispiel Rechnungen oder Korrespondenz. «Dadurch können Gesundheitsakteure Arbeitsabläufe automatisieren und vernetzen», sagte Damian Bär, Leiter SPS Schweiz.

Die FutureHealth fand am 28. Januar statt und zählte rund 350 Teilnehmende. nzz-futurehealth.com