Die Brücke nach China

Mit «Gateway to China» erleichtert die Post Schweizer KMU den Zugang zu den chinesischen Endkunden. Eine willkommene Schützenhilfe, wie das Beispiel Kägi zeigt.

29.01.2019
Text: Anita Suter

«Der chinesische Markt ist sehr schnelllebig. Er erfordert Flexibilität und Offenheit. Und er hat viel Potenzial», erklärt Christina Kistler, Marketing & E-Commerce Manager International beim traditionsreichen Schokoladenwaffelfabrikanten Kägi. Er bringt aber auch regulatorische Hürden mit sich. Im November war das Toggenburger KMU bei der Lancierung von «Gateway to China» an der China International Import Expo in Shanghai dabei. «Ein voller Erfolg – der Schweizer Pavillon hat sehr viel Resonanz erhalten», bilanziert sie. Kägi war schon vorher in China präsent, freut sich nun aber über die verstärkte Markenpräsenz und neue Synergien.

Mit Gateway to China wirkt die Post als Brückenbauerin. Auf dem Onlinemarktplatz Tmall Global und auf WeChat betreibt sie virtuelle Marktplätze für Schweizer Anbieter mit Qualitätsprodukten. Somit tritt die Post nicht direkt als Händlerin auf, sondern fungiert als Verkaufsvermittlerin zwischen Schweizer KMU und den chinesischen Endkonsumenten. Sie ist zudem für die gesamte Logistik verantwortlich. «Wir können von der Expertise der Post profitieren, eigene Erfahrungswerte einbringen und uns mit anderen Unternehmen austauschen», führt Kistler weiter aus. Und welches Kägi-Produkt verkauft sich in China am besten? Dunkle Schokolade wird bevorzugt, und auch die eigens für Asien entwickelte Variante mit Matcha kommt gut an – andere Länder, andere Geschmäcker.