600 000 Kilometer für die Bahn

Seit einem Jahr ist PostAuto Partnerin der BLS, SBB und SOB für Bahnersatzdienstleistungen. Eine positive Bilanz.

29.01.2019
Text: Reto Staub; Fotos: Reto Staub
Postauto an Haltestelle

PostAuto übernimmt Bahnersatzleistungen wie hier in Lyss.

Wenn die Züge nicht fahren können, weil gebaut wird oder es eine technische Störung gibt, springen Busunternehmen ein. Seit dem 1. Januar kommt PostAuto bei der SBB, BLS und SOB in solchen Fällen zum Einsatz – zum Teil gemeinsam mit anderen Bus-Transportunternehmen. Das erste Jahr dieser strategischen Partnerschaft verlief positiv. Über 330 Mal ersetzte in dieser Zeit ein Postauto den Zug, 600 000 Kilometer legten die Fahrerinnen und Fahrer dabei zurück. Diese Kilometerleistung entspricht in etwa der Jahresleistung der Vorortslinie Bern–Hinterkappelen, die von Montag bis Freitag im 10-Minuten-Takt verkehrt.

Zusätzliche Stellen geschaffen

Dank der Bahnersatzaufträge kann PostAuto zusätzliche Arbeitsplätze beim Fahrpersonal schaffen. Der Auftrag gilt noch bis 2020 und kann um zweimal ein Jahr verlängert werden. PostAuto setzt alles daran, dass das Auftragsverhältnis weitergeführt werden kann. Dank der guten geografischen Verteilung der Betriebshöfe und der guten Zusammenarbeit mit weiteren Busunternehmen klappte der Bahnersatz bisher gut. In allen PostAuto-Gebieten ziehen die Verantwortlichen eine positive erste Jahresbilanz.

Innert 30 Minuten vor Ort

Wie wird ein solcher Bahnersatz geplant? Die SBB, BLS und SOB bestellen die planbaren Einsätze je nach Grösse mit einer Vorlaufzeit von drei bis sechs Monaten definitiv. Das Bauprogramm der Bahnen für 2019 ist in groben Zügen bekannt. So können sich die regionalen Verantwortlichen bei PostAuto bereits darauf einstellen. Zu den grossen Herausforderungen zählen Bahnersatzaufträge wie Totalsperrungen von gut frequentierten Bahnstrecken über eine oder mehrere Wochen. Oder die rasche Einsatzbereitschaft bei ungeplanten Ereignissen zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Das Ziel ist, jeweils mit dem ersten Fahrzeug innert 30 Minuten am Einsatzort bereit zu sein. Für das Fahrpersonal bedeuten die Bahnersatzaufträge nicht einfach Stress, sondern auch Abwechslung in ihrem Berufsalltag. Viele freuen sich bereits auf den nächsten Auftrag.