Neue Kunden für die Drohne

Nach Lugano transportiert die Post nun auch in Zürich auf zwei Routen regelmässig Laborproben per Drohne. Das spart wertvolle Zeit.

29.01.2019
Text: Magalie Terre
  • Für die Strecke von zweieinhalb Kilometern benötigt die Drohne rund vier Minuten.

  • Die Drohne ist unterwegs im Dienst der Gesundheit und fliegt direkt über den Zürichsee.

Mit dem UniversitätsSpital Zürich (USZ) und der Universität Zürich (UZH) hat die Post gleich zwei neue Kunden für den Drohnentransport gewonnen. Die Route führt von der Dachterrasse des Nordtrakts des USZ zum Standort Irchel der UZH. Dabei fliegt die Drohne auf der zweieinhalb Kilometer langen Route autonom und ist doppelt so schnell am Ziel wie ein Fahrzeugtransport. Die Strecke führt hauptsächlich über bewaldetes Gebiet.

Doppelt bis fünfmal so schnell am Ziel

Besonders im medizinischen Bereich sind Sendungen oft dringend und die Geschwindigkeit kann entscheidend sein. «Wir integrieren Drohnen in unsere Logistikkette, weil wir mit ihnen schneller und flexibler Labortransporte durchführen können. Das verkürzt nicht nur die Wartezeiten für unsere Patienten, sondern auch für die Ärzte und Pflegefachpersonen im Spital», begründet Renate Gröger, Direktorin Betrieb des USZ, diesen Schritt. Die zweite Route, die bereits im Juni 2018 erstmalig getestet wurde, fliegt die Post für das Zentrallabor Zürich (ZLZ). Nach Evaluation der Testphase hat sich das ZLZ entschieden, auch künftig auf die Drohne zu setzen. Die Verbindung führt vom künftigen Hauptlabor des ZLZ an der Forchstrasse zum ZLZ-Notfalllabor in der Hirslanden Klinik Im Park. Die Drohne fliegt direkt über den Zürichsee. Damit sind die Laborproben per Drohne rund fünfmal schneller an ihrem Ziel als mit dem Kurier.