Post-Drohnen transportieren Laborproben in Zürich

Ab dem 10. Dezember transportieren Drohnen der Post Laborproben vom Universitätsspital Zürich (USZ) zum Standort Irchel der Universität Zürich (UZH). Das Projekt dauert voraussichtlich ein Jahr. In dieser Zeit sammeln das USZ, die UZH, die Post und der Hersteller Matternet Erfahrungen im Langzeitbetrieb der autonomen Drohne.

03.12.2018

Die Post ergänzt ihre Geschäftsfelder mit neuen, digitalen Lösungen und ist mit der autonomen Drohnenlogistik eine Pionierin in der Schweiz.

Die Drohne legt die Zürcher Strecke doppelt so schnell und ökologischer zurück als ein Kurier auf der Strasse, ganz unabhängig von der Verkehrslage. Besonders im medizinischen Bereich sind Sendungen häufig dringend und die Geschwindigkeit kann entscheidend sein. «Wir integrieren Drohnen in unsere Logistikkette, weil wir mit ihnen schneller und flexibler Labortransporte durchführen können. Das verkürzt nicht nur die Wartezeiten für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Ärzte und Pflegefachpersonen im Spital», sagt Renate Gröger, Direktorin Betrieb des Universitätsspital Zürich. Das USZ, die UZH, die Post und Matternet evaluieren den Projektfortschritt laufend und entscheiden über allfällige Anpassungen.

In Zusammenarbeit mit dem BAZL und Skyguide

Die Sicherheit steht bei den Drohnentransporten für alle beteiligten Partner stets an erster Stelle. Die Drohne verfügt deshalb über moderne Sicherheitssysteme in doppelter Ausführung inklusive einem Kollisionswarnsystem. Sie hat keine Kamera an Bord. Um die regulatorischen Rahmenbedingungen genau zu befolgen, erfolgt jedes neue Drohnenprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem BAZL, der Skyguide und den kommunalen Behörden. Drohnen werden in Zukunft die traditionelle Paketzustellung und den Pöstler sinnvoll ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Im Vordergrund der Drohnenlogistik der Post stehen spezielle Transporte, wie etwa Blutproben.

post.ch/drohnen