Umweltfreundlich Gas geben

Vom 13. August bis am 21. September fanden in den Briefzentren in Eclépens, Härkingen und Zürich-Mülligen die E-Mobility-Tage statt. Mitarbeitende konnten verschiedene Elektrofahrzeuge testen.

25.09.2018
Text: Claudia Langenegger; Fotos: Yoshiko Kusano
  • Die passionierte Töffahrerin Claudia Kölliker braust heute mal mit dem E-Fahrzeug los.

  • Der eiförmige «Renault Twizy» sieht nach Zukunft aus, ist aber schnell erklärt.

  • Jürg Pfister mit dem Renault Twizy

  • Marcel Mauerhofer geniesst die batteriebetriebene Fahrt.

  • Zur Ausfahrt gehört ein Schnappschuss mit dem schnittigen «eRod» der Firma Kyburz. Sie stellen auch die Zustellroller der Post her.

«Ein tolles Fahrgefühl im offenen Cockpit!», schwärmt Claudia Kölliker. «Und er ist total einfach zu fahren.» Die Logistikfachfrau ist zurück von der Testfahrt mit dem Elektroauto «eRod», das aussieht wie ein Rennwagen: Die Räder tief, die Schnauze spitz und ein Dach gibts keins.

Mitarbeitende im Briefzentrum Härkingen konnten während vier Tagen unterschiedlichste Elektrofahrzeuge testen. Neben dem spassigen Rennschlitten standen etliche alltagstaugliche Gefährte bereit: zwei PWs, ein schmaler Zweiplätzer, zwei Elektrobikes und zwei Roller.

Auch Teamleiterin Susanne Schmassmann hat die Gelegenheit gepackt und eine schnelle Runde mit dem Elektrobike Flyer gedreht. «Das Bike ist toll», sagt sie. «Ich kam auf über 40 Stundenkilometer!» Der Flyer wäre durchaus eine Option für ihren 15 Kilometer langen Arbeitsweg. Aber: «Mit dem Fahrrad ist man wetterabhängig. Und um vier Uhr morgens bin ich lieber mit einem Auto unterwegs.»

Kleines Auto ganz gross

Für diesen Fall gäbe es das «Ei» – den batteriebetriebenen Renault Twizy, aus dem Jürg Pfister eben gerade aussteigt. Der grossgewachsene Solothurner ist begeistert: «Er beschleunigt total schnell. Bloss Sitz und Federung sind etwas hart.» Der Fachmann im Bereich Sortierung hat sich auch gleich für den Folgetag für eine weitere Testfahrt eingeschrieben.

Mobilität ist ein grosses Thema im Briefzentrum Härkingen. Wer hier arbeitet, ist fast zwingend auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen. Das Zentrum ist zwar per ÖV erschlossen, doch die Anreise per Bus ist weder von überall her praktisch noch zu jeder Nachtzeit gewährleistet – man arbeitet hier aber rund um die Uhr.

Gratis Öko-Energie für alle

In den vergangenen beiden Jahren wurden die Briefzentren Härkingen, Eclépens und Zürich-Mülligen im Rahmen des Nachhaltigkeitsengagements von PostMail und zur Förderung der E-Mobilität mit Ladestationen für Elektroautos, -velos und -mofas ausgerüstet. Mitarbeitende können ihre Fahrzeuge hier kostenlos aufladen.

«Die Mitarbeitenden sollen die unterschiedlichen E-Fahrzeuge kennenlernen und Ideen erhalten, wie man umweltfreundlicher unterwegs sein kann», sagt Katja Bächtold, Nachhaltigkeitsbeauftragte von PostMail. Die E-Mobility-Tage wurden von PostMail mit tatkräftiger Unterstützung von Post Company Cars ins Leben gerufen. Der CO2-Fonds der Post unterstützte finanziell.

Elektro ist cool

Die Anlässe stiessen in allen Zentren auf grosses Interesse. Die Reaktionen waren durchwegs positiv: «Die Mitarbeitenden schätzten diese Probefahrten sehr», meint Anikó Belal, Verantwortliche Nachhaltigkeit Sortierung bei PostMail. Das Projekt «E-Mobility» hat Neugier geweckt, und es wurden Berührungsängste und Vorurteile abgebaut. Und: Die Fahrten haben vor allem auch Spass gemacht. So war etwa Teamleiter Marcel Mauerhofer vor lauter Begeisterung kaum mehr aus dem «eRod» zu bringen. Und Kathrin Moos vom Backoffice hat auf der Testfahrt einen Foto-Boxenstopp eingelegt: Die coolen Bilder mit dem Elektrofahrzeug zieren heute ihren Desktophintergrund.

Biostrom für PostMail

Die Post hat ein ehrgeiziges Klimaschutz-Ziel: die Verbesserung der CO2-Effizienz um 25 Prozent bis 2020 (Basisjahr 2010). Unterschiedlichste Massnahmen helfen mit, dies zu erreichen: Dazu gehören etwa die europaweit grösste Flotte aus Elektrorollern für die Pöstler, energieeffiziente Beleuchtung, der Strombezug aus erneuerbaren Schweizer Stromquellen oder eben die Förderung nachhaltiger Mobilität. Mit ihrem Nachhaltigkeitsengagement unterstützt PostMail die Erreichung des CO2-Effizienzziels der Post. Dabei spielt die Mobilität der Mitarbeitenden eine zentrale Rolle: Ein Viertel des CO2-Ausstosses von PostMail wird durch die Mobilität der Mitarbeitenden verursacht.